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Alles gerichtet für drei Windräder

Alternative Energien Alles gerichtet für drei Windräder

Die Gemeinde Ebsdorfergrund und die Lambsheimer Gesellschaft für alternative ingenieurtechnische Anwendungen mbH (G.A.I.A.) wollen einen Städtebaulichen Vertrag abschließen.

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Die Räder mit den roten Markierungen sind 138 Meter hoch. Im Vordergrund ist Erksdorf zu sehen.Bei Leidenhofen sollen drei Anlagen dieser Höhe gebaut werden.

Quelle: Thorsten Richter

Ebsdorfergrund. Nun sollen sie definitiv kommen, die drei Windräder in der Gemarkung Leidenhofen. Vielleicht stehen sie schon bis Ende dieses Jahres. Der Grundsatzbeschluss zum Abschluss der Verträge wurde bereits 2002 durch die Gemeindevertretung gefasst.

Am Montag sollen die aktualisierten Verträge während der Sitzung des Gemeindeparlaments beschlossen werden. Die Neuverhandlungen haben gegenüber den ursprünglichen Verträgen bessere Konditionen für die Gemeinde ergeben, freut sich Bürgermeister Andreas Schulz.

Gerade auf dem Weg zur Energiewende in Deutschland sei es ein Signal, wenn die Planungen nun zu einem guten Abschluss kommen. Um das Vorhaben umsetzen zu können, wurden um die 50 Pachtverträge geschlossen, sagt Schulz. Auch die Gemeinde Ebsdorfergrund ist mit einem Grundstück dabei. Das spült automatisch Geld in die Kasse. Grob überschlagen geht Schulz davon aus, dass sich die Einnahmen bei einer 20-jährigen Laufzeit auf insgesamt 625000 Euro belaufen werden. Zudem besteht die Möglichkeit einer zweimaligen Verlängerung des Vertrages um jeweils fünf Jahre.

Die Gemeindevertreter beschließen den Städtebaulichen Vertrag, eine Sondervereinbarung über die Benutzung von Wirtschaftswegen für den Bau und Betrieb von Windenergie-Anlagen und den Gestattungsvertrag zur Verlegung von unterirdischem Stromkabel im gemeindlichen Wegenetz.

Das Gebiet oberhalb von Leidenhofen wurde schon auf dem Regionalen Raumordnungsplan 2001 als möglicher Standort von Windkraftanlagen ausgewiesen. Die Firma G.A.I.A. aus Rheinland-Pfalz hatte schon damals ernsthaftes Interesse bekundet, 2002 fanden dazu auch entsprechende Informationsveranstaltungen statt. Nun ist 2012, aber das Ziel wurde nie aus den Augen verloren und scheint nun auch endlich erreicht zu werden. „Es hat sich sehr viel getan“, sagt Schulz und meint damit nicht nur den Beschluss der Bundesregierung zur Energiewende. Er meint auch die Technik und die Probleme mit Tierschützern.

Firma G.A.I.A. hat schon63 Anlagen aufgestellt

„Die drei 2,3-Megawatt-Anlagen, die in der Gemeinde entstehen sollen, werden 138 Meter hoch sein. Sie werden damit beispielsweise deutlich höher sein als der Lebensraum der Fledermäuse, der sich ungefähr auf die Höhe der Bäume beschränkt“, sagt Schulz. Was die Zugvögel betrifft, geht er davon aus, dass die Anlagen abgeschaltet werden, sobald sich die Vögel im Norden in Bewegung setzen. Die Firma G.A.I.A. hat seit 1999 bis 2011 insgesamt 63 Windkraftanlagen in Deutschland realisiert.

Übrigens: Die Nachbarkommune Allendorf/Lumda hat zum Thema Windkraft auch einen parlamentarischen Antrag im Geschäftsgang, sagt Bürgermeisterin Annette Bergen-Kraus. Allerdings seien noch keine Entscheidungen gefallen. Bergen-Kraus: „Wenn wir uns für Windkraft entscheiden, dann wohl für das angrenzende Gebiet bei Winnen, um die Landschaft nicht zu sehr zu verspargeln.“ Konkretes gebe es aber noch nicht.

von Götz Schaub

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