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Alle nass - auch ohne Schwimmen

"Duathlon" in Roth Alle nass - auch ohne Schwimmen

Das Wetter hat nicht mitgespielt, aus dem Triathlon musste ein Duathlon gemacht werden. Dennoch verlief die zehnte Auflage des „Iron Man“ in Roth aus Sicht des Veranstalters und der meisten Sportler erfolgreich.

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Nahe des Rother Sportplatzes starteten die Athleten in drei Gruppen auf die Radfahrstrecke über Bellnhausen und Fronhausen. Gelaufen wurde anschließend Richtung Argenstein.

Quelle: Stefan Weisbrod

Roth. Die Lahn hatte sich durch die Niederschläge der vorherigen Tage fast in ein Wildgewässer verwandelt. Die Strömung war zu stark, an Schwimmen war nicht zu denken. Aus dem geplanten Triathlon wurde ein Duathlon gemacht - Radfahren und Laufen blieben übrig. Rund 60 Teilnehmer - Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder - gingen am Samstagnachmittag ins Rennen. Die Jüngsten fuhren rund drei Kilometer Rad und liefen anschließend einige hundert Meter; Silas Becker gewann knapp vor Alexander Haemer.

Die Älteren mussten zunächst 18 Kilometer auf dem Rad zurücklegen, anschließend knapp sechs Kilometer zu Fuß - das bei teils strömendem Regen. Der 32-jährige Mattias Hofacker, für die Stausebacher Feuerwehr gestartet, gewann in 1:00:05 Stunden vor Tim Weckmüller (1:02:36) und Swen Genz vom TV Biedenkopf (1:03:08). Pech hatte Daniel Lemmer, 2010 Sieger im Triathlon: Bereits kurz nach dem Start hatte der Fußballer der FSG Südkreis und ambitionierte Radrennfahrer einen platten Hinterreifen. Aufgeben kam für ihn jedoch nicht infrage: Er eilte schnell zu seinem Elternhaus in der Nähe des Starts, holte ein Ersatzrad und montierte es. Mit mehr als acht Minuten Rückstand ging er auf die Verfolgung, holte schon auf der 18 Kilometer langen Radstrecke einige Kontrahenten ein und lief schließlich bis auf den achten Platz vor - 6:15 Minuten hinter dem Sieger. Ohne den unfreiwilligen Reifenwechsel hätte es für ihn wohl zu einer Zeit unter eine Stunde und damit dem Sieg gereicht. „Aber das passiert, da kann man nichts machen“, nahm es der 25-Jährige gelassen.

„Promi“ Descombes findet sich nicht so recht zurecht

Als schnellste von sechs Frauen kam Sophie Cyriax vom FV Wallau als Gesamt-33. nach 1:19:01 Stunden ins Ziel. Insgesamt bewältigten 51 Athleten die Strecke, darunter auch der Niederweimarer Pfarrer Alexander Bartsch als 44. (1:30:10) und Michel Descombes. Der 71-Jährige im Eiffelturm-Outfit lief zwar als Letzter über die Linie, dafür aber unter großem Applaus. 1:41:19 Stunden brauchte der älteste Athlet im Wettbewerb, es hätte auch schneller gehen können. Doch auf der ersten Radrunde verfuhr er sich in Roth, drehte quasi eine Extrarunde. „Mit dem Radfahren hab ich‘s nicht so“, sagte der Franzose, der schon in vielen Teilen der Welt Marathons lief.

Walter Lemmer, Vorsitzender der veranstaltenden FSG Südkreis, war mit dem Ablauf trotz der witterungsbedingten Probleme sehr zufrieden. Zwar ist die Teilnehmer- und Zuschauerzahl gegenüber den vergangenen Jahren - wohl wegen des Regens - geringer gewesen, jedoch seien die Rückmeldungen der Teilnehmer sehr positiv gewesen. Auch schwere Stürze blieben trotz teils rutschiger Radstrecke aus, Verletzungen gab es keine. „Und darauf kommt es an.“

Die komplette Ergebnisliste des Rennens gibt es im Internet unter http://triathlon.fsg-suedkreis.de

von Stefan Weisbrod

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