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Südkreis Aldi will in Niederweimar bleiben
Landkreis Südkreis Aldi will in Niederweimar bleiben
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00:17 18.06.2018
So soll das Gebiet „Holleräcker“ am Ortsausgang von Niederweimar in Richtung Gisselberg mit einem neuen modernen Aldi bebaut werden. Das weiße Gebäude rechts ist der bisherige Markt.  Quelle: Grafik: Werner Projektentwicklung GmbH Fulda
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Niederweimar

Aldi Nord will seinen Standort in Niederweimar nicht nur halten, sondern zukunftsfähig ausbauen. Das bedingt nach der Firmenphilosophie einen Neubau. Dieser soll dem bisherigen Markt auf einem noch zu erschließenden Grundstück gegenübergestellt werden, mit eigenem Parkplatz und einer eigenen Zufahrt von der K 42 aus.

Klaus-Werner Diegelmann von der Werner Projektentwicklung GmbH Fulda stellte das Vorhaben den Mitgliedern des Bauausschusses der Gemeinde Weimar vor.

Dies geschah nun zu einem sehr frühen Zeitpunkt, denn die üblichen Verfahrensschritte mit Behörden und Bürgerbeteiligung stehen erst noch an. Gleichwohl wusste Dingelmann von einigen wichtigen zustimmenden Signalen zu berichten. Zum einen vonseiten des Regierungspräsidiums, das der Planung positiv gegenüber steht, zum anderen von Hessen Mobil, das eine eigene separate Zufahrt von der K 42 unterstützen würde.

Dieses Detail war den Bauausschuss-Mitgliedern neu. Bisher gingen sie davon aus, dass der Markt über die jetzige Zufahrt und den bereits vorhandenen Parkplatz erschlossen wird. Dazu muss die Straße auf einem Teilstück verbreitert werden, um für Fahrzeuge aus Richtung Gisselberg eine Linksabbiegerspur zu schaffen.

Dingelmann versicherte, dass der neue Aldi und dessen neuer Parkplatz über zwei große Öffnungen Verbindungen zum jetzigen Parkplatz besitzen wird. Gerne hätte seine Firma das jetzige Aldi-Gebäude gekauft, um es selbst einer neuen Nutzung zuzuführen. Doch Dingelmann ist zuversichtlich, dass auch der jetzige Eigentümer nach dem Auszug des Marktes einen neuen Nutzer findet, der das Areal als Einkaufszentrum attraktiv macht. Im Gespräch sei derzeit die Zuwanderung einer Drogeriekette.

Ängste, dass der neue Aldi über kurz oder lang neben einer Bauruine stehen könnte, teilt Dingelmann nicht. „Aldi entscheidet sich bewusst für einen Neubau am Standort Niederweimar. Das bedeutet, dass der Standort als attraktiv eingestuft wird. Das jetzige Aldi-Gebäude ist in einem guten Zustand, kann aber von Aldi selbst nicht nach den neuen Vorgaben erweitert werden.

Das neue Gebäude folgt der üblichen Planung neuer Aldi-Märkte, wie es sie bereits schon im Landkreis gibt. Es besitzt deshalb kein Satteldach, sondern ein Flachdach, die verklinkerte Fassade besteht aus einer großflächigen Glasfront. Die Firma Werner Projektentwicklung, die den Markt bauen wird, hat sich mit Aldi bereits darüber verständigt, einen Mietvertrag über 15 Jahre zu vereinbaren, natürlich mit Verlängerungsoption.

Unter den Besuchern der Bauausschuss-Sitzung war auch Niederweimars Ortsvorsteher Heinz-Peter Damm, der bestätigte, dass es noch einmal eine gesonderte Bürgerversammlung zu diesem Thema geben soll, nicht zuletzt, weil es die Menschen sehr interessiert, was mit dem jetzigen Gebäude passiert.

von Götz Schaub

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