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Abwassernetz: Gemeinde will erst Zahlen sehen

Weimar Abwassernetz: Gemeinde will erst Zahlen sehen

Soll sich die Gemeinde Weimar von ihren Abwasseranlagen trennen? Das war Thema im Ausschuss.

Niederweimar. Mit der Frage, ob die innerörtlichen Abwasseranlagen der Gemeinde Weimar an einen Zweckverband übergeben werden sollten, befasste sich am Mittwochabend der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss (HFWA). Einen entsprechenden Antrag hatte die SPD eingebracht. In einem Zweckverband würden die Kräfte gebündelt, meinte Stephan Wenz (SPD), „das könnte für den Einzelnen zu besseren Konditionen führen“.

Bürgermeister Volker Muth (SPD) erklärte, dass seitens des Zweckverbands Mittelhessische Abwasserwerke (ZMA) Interesse bestehe, das Weimarer Netz aufzunehmen. Allerdings liege derzeit noch kein konkretes Angebot vor. Damit sei allerdings in den nächsten vier bis sechs Wochen zu rechnen, meinte das Gemeindeoberhaupt.

Prinzipiell sei es durchaus überlegenswert, die Abwasseranlagen abzugeben, meinte Hans Jakob Heuser (FBW), allerdings könne eine Entscheidung erst fallen, wenn alle Zahlen auf dem Tisch liegen. Dazu gehöre auch eine Angabe, wie hoch in diesem Fall die Ersparnis bei den Personalkosten für die Gemeinde wäre.

Auch die Vertreter der übrigens Fraktionen sprachen sich für eine Sondersitzung aus, sobald ein konkretes Angebot vorliegt, wenngleich Grüne und FDP generell Bedenken äußerten. „Grundsätzlich sehe ich es kritisch, wenn das Tafelsilber veräußert werden soll“, sagte Lydia Schneider (Grüne) in diesem Zusammenhang.

von Stefan Weisbrod

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