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70 Bürger beten am Kriegerdenkmal

Fronhausen 70 Bürger beten am Kriegerdenkmal

„Verweile und Gedenke“ lautet die Inschrift auf dem Kriegerdenkmal in der Mitte von Fronhausen. Ob und wie viele Menschen dort im Laufe eines Jahres verweilen und gedenken, weiß keiner zu sagen.

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Rund 70 Bürger kamen zur Gedenkfeier anlässlich des Volkstrauertages ans Kriegerdenkmal Fronhausen.

Quelle: Martina Becker

Fronhausen. Auch wenn der letzte Weltkrieg bereits 66 Jahre zurückliegt, finden sich zum alljährlichen Volkstrauertag immer wieder Menschen an diesem Ort der Erinnerung ein. Am Sonntagmorgen waren es rund 70 Fronhäuser, die an der Gedenkfeier mit Kranzniederlegung teilnahmen.

„Heute gedenken wir aller Menschen aus unserm Land und aus vielen Staaten, die durch Kriegshandlungen, Gefangenschaft oder Vertreibung ihr Leben verloren“, sagte Bürgermeister Reinhold Weber in seiner Ansprache. Er erinnerte daran, dass Europa aus den Erfahrungen von Krieg und Gewalt gelernt und eine erfolgreiche Versöhnung und Annäherung stattgefunden habe. Dennoch sei nach 1945 kaum ein Jahr vergangen, in dem nicht irgendwo auf der Welt Kriege und Kämpfe stattfanden, durch die Menschen ihr Leben verloren.

Auch Pfarrer Manfred Meister betonte: „Nicht der Krieg, sondern der Frieden ist etwas Besonderes.“ Seit Jahrtausenden träumten Menschen den Traum vom Frieden. Genauso alt sei aber auch der Krieg, der immer irgendwo sei, so der Pfarrer der evangelisch lutherischen Kirche. „Schwerter zu Pflugscharen“: Diese alttestamentarischen Worte des Propheten Jesaja zeichnete er als sinnhaftes „Hoffnungsbild“.

Mit einem Fürbittengebet der Konfirmanden endete die Gedenkfeier. Diese gedachten damit all derer, die ihr Leben durch Krieg und Gewalt verloren oder aktuell von diesen bedroht sind.

Feierlich umrahmt wurde die Fronhäuser Gedenkveranstaltung vom Posaunenchor der evangelischen Kirche sowie dem Männergesangverein Fronhausen.

von Martina Becker

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