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50 Jahre alt, aber modern und zukunftsorientiert

Gesamtschule Ebsdorfer Grund 50 Jahre alt, aber modern und zukunftsorientiert

„Die Schule für ihr Kind“ heißt es auf der Broschüre der Gesamtschule Ebsdorfer Grund. Neben den Schulformen Hauptschule, Realschule und Gymnasium gibt es auch noch eine Förderschule.

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Ein Foto aus der Anfangszeit der GSE. Zum Jubiläum möchte die Schule gerne weitere historische Fotos online stellen.

Ebsdorfergrund. Schon 1992 zum 30-jährigen Bestehen, blickte der damalige Schulleiter Wolfgang Vits in einem Artikel der Jubiläumsschrift auf die kommenden Jahre voraus. Er war sich sicher, dass an die Heranwachsenden in Zukunft höhere berufliche Anforderungen gestellt werden und stellte damit heraus, dass „unsere klassischen Bildungsinhalte durch neue ergänzt werden müssen“.

Die Entwicklung der vergangenen 20 Jahre gibt Vits deutlich recht. Und so begann die GSE genau im Jahr 1992 damit, das Wahlangebot zur Umwandlung in eine Ganztagesschule deutlich auszuweiten.

Als im Februar 1960 der Bau der Schule begann, ahnte wohl noch niemand, was einmal aus dieser Schule werden würde. Schließlich wurde sie zunächst als Mittelpunktschule geplant. Im Juni 1962 wurde die fertiggestellte Schule ihrer Bestimmung übergeben. Das Kollegium im Jahre 1965 war noch sehr übersichtlich. Keine 20 Lehrer erledigten in Heskem die Aufgabe, Schüler zu unterrichten. 1966 erhielt die Schule erstmals die Genehmigung, eine Realschulklasse einzurichten. Damit begann eine Entwicklungsreise, die bis zum heutigen Tag andauert. Als Horst Niemeyer 1969 die Leitung der Schule übernahm – nach eigener Aussage gegen die Bedenken und Warnungen guter Freunde – wähnte er sich an der Spitze einer „fertigen Schule“. Dann aber kam die Idee auf, die Mittelpunktschule zu einer Gesamtschule auszubauen.

Damit war auch der Schulstandort auf Heskem festzementiert. Die Bagger rollten an und es fand längere Zeit Unterricht mitten auf der Baustelle statt. Das Kollegium wuchs bis 1980 auf mehr als 40 an. Die Entwicklungen gingen in alle Richtungen. Schüleraustauschprogramme führten nach England und Frankreich, in späteren Jahren sogar bis nach Australien (die OP berichtete). Schon längst hat die Schulleitung erkannt, dass Schule nur ein Lernort von vielen ist. So lernen Schüler Berufe über Praktika direkt in den Betrieben kennen und können so schon ausloten, in welche Richtung ihr Berufswunsch gehen könnte, falls sie nicht den Übergang zu weiterführenden Schulen in Marburg anstreben. Und so geht es weiter und weiter und weiter, jetzt schon 50 Jahre lang.

von Götz Schaub

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