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24.000 Euro einfach mal verdoppelt

Sanierung 24.000 Euro einfach mal verdoppelt

Erstmals 1274 urkundlich erwähnt hat das Kirchengebäude in Wolfshausen schon einige Jahrhunderte durchgehalten. Jüngste Sanierungsarbeiten lassen auf weitere viele Jahre hoffen. Das Dach ist dicht, jetzt geht es innen weiter.

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Hans-Georg Lapp und Kerstin Balzer begutachten den Zustand der Innenwände der Wolfshäuser Kirche, die von außen schon sehr gut aussieht.

Quelle: Götz Schaub

Wolfshausen. Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat am 30. Januar bereits zum elften Mal in Kassel Bewilligungsbescheide überreicht. Dabei wurden neun Bauvorhaben aus neun Kirchenkreisen mit einem Gesamtbetrag von 546.700 Euro gefördert. Mit dabei aus hiesigem Kirchenkreis ist die Sandstein-Dorfkirche von Wolfshausen, die zum Kirchspiel Roth gehört. Schon seit Jahren wird das älteste Gebäude des Ortes saniert. Das Dach ist erneuert und dicht, die Risse in den Außenwänden verschwunden. Nun kann es im Gebäude selber weitergehen. „Da wird noch einiges zu machen sein“, sagt Hans-Georg Lapp vom Kirchenvorstand, Zusammen mit seiner Kollegin Kerstin Balzer schaut er sich im Innenraum um. Natürlich fallen die mit einem grauen Schleier versehenen Wände sofort auf. Aber es wird auch um eine neue Heizung und um die Elektrik gehen. Die beiden freuen sich sehr darüber, dass der Zustand der Kirche den Dorfbewohnern nicht egal ist. Ganz im Gegenteil. Zahlreiche Benefiz-Aktionen zugunsten der Kirchensanierung haben im vergangenen Jahr dazu beigetragen, dass 24.000 Euro eingenommen werden konnten. Diese Summe wurde über die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds verdoppelt. Es stehen also schon 48.000 Euro zur Verfügung.

„Das hätten wir uns in den kühnsten Träumen nicht erhofft“, sagt ein sichtbar stolzer Hans-Georg Lapp. Dann ergänzt er: „Wir hatten schließlich nur eine sehr begrenzte Zeit zum Sammeln von Spendengeldern.“ In der Tat mussten die Aktionen zwischen dem Juni und November laufen. Die Wolfshäuser zeigten sich einfallsreich. Sie bereicherten mit diversen Veranstaltungen das gesellige Leben im Dorf und sammelten dabei Geld, etwa beim Kirchenchor-Nachmittag mit weltlichen Liedern, beim Rockkonzert oder über Spenden von Geburtstagskindern und Vereinen wie die Waldinteressenten und Jagdgenossen. Der noch recht junge Bürgerverein organisierte einen denkwürdigen  Live-Musikabend mit der Band Jester‘s Playground, die nicht nur für eine prall gefüllte Spendenbox sorgten, sondern auch bei den Gästen so gut ankamen, dass sie gerne wieder nach Wolfshausen kommen dürfen.

„Nun muss die Sanierung auch in den nächsten zwei Jahren in Angriff genommen werden“, sagt Lapp. Dabei ist natürlich klar, dass man sich nicht einfach mit einem Pinsel und einem Eimer weißer Farbe mal so eben hinstellt und die Wände streicht. Alles wird in enger Absprache mit der Denkmalpflege koordiniert und natürlich muss dann auch ausreichend Geld für die jeweiligen Aktionen vorhanden sein. Es wird wohl auch noch Gesprächsbedarf geben, etwa über die Heizung. Klar ist, dass sie erneuert werden muss und auch die Rohre nicht weiter in der Fußbank integriert sein sollen. Diese Lösung hat in der Vergangenheit immer mal wieder zu kleineren Zwischenfällen geführt. Zur Überreichung der verdoppelten Summe nach Kassel fuhr übrigens auch Weimars Bürgermeister Peter Eidam mit. Damit setzte dieser auch ein Zeichen, dass auch die politische Gemeinde Weimar das Engagement der Bürger zur Erhaltung ihrer Kirche würdigt und schätzt.

von Götz Schaub

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