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Landkreis Spanisch klingt nur der Name
Landkreis Spanisch klingt nur der Name
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12:03 16.11.2009
Stefan Pfister (links) und Sänger und Gitarrist Andreas Klute. Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Pink, Madonna und Rammstein sind Musiker mit Weltniveau. Ihre Songs werden in den Radios rauf und runter gespielt. Doch auch abseits der Charts gibt es hörenswertes. Die OP machte sich auf die Suche - und unsere Videoredaktion wurde schnell fündig: Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Sozusagen direkt vor unserer Verlagshaustür, versteckt in den Hinterhöfen und Scheunen des Landkreises, liegen die Proberäume von Bastardo, 3rd Floor, Rag A Tag und Co.

In den Charts hatte noch keiner von ihnen einen Titel, aber Potenzial ist allemal vorhanden. Den Auftakt zu unserer neuen Serie macht die spanisch klingende Band Bastardo aus Marburg. Ihr Bandname ist allerdings das einzige, was in ihrer Musik spanisch klingt - und auch ist. "Unecht" und "schändlich" bedeutet Bastardo auf Deutsch. Dass sie "unecht" sind, lässt sich bezweifeln: Ihr lauter Gitarrenrock mit Bass und Drums ist handgemacht und geht ins Ohr. Und dass sie "schändlich" wären, - also ehrlos, gemein und anrüchig - lässt sich auch nicht behaupten. Die vier vermeintlichen "Bastardos" Michael Schäfer (Bass und Gesang), Stefan Pfister (Gitarre), Kalle Lieber (Schlagzeug) und Andreas Klute (Gitarre und Gesang) - der, zugegeben, manchmal einen etwas gefährlichen, wenn nicht sogar wahnsinnigen Eindruck - macht, sind allesamt sympathische Kerle, die Schwiegermüttern durchaus zu empfehlen sind.

Diese sollten allerdings nicht in der Nähe der Musiker wohnen. "Wir machen lauten rotzigen Gitarrenrock", sagt Kalle Lieber. In der jetzigen Besetzung rocken Bastardo seit 2005 und entwickeln ihren Sound à la Motörhead, Monster Magnet und Kyuss beständig weiteren, ohne dabei den eigenen Stil aus den Augen zu verlieren. Der dreckige Rock beeindruckt Fachpresse und Fans gleichermaßen. Auch Magazine wie Rock Hard sind überzeugt davon, dass von dem zwischen handfestem Hardrock, mächtigem Metal und bodenständigem Blues angesiedelten Quartett in Zukunft noch viel zu hören sein wird. Wuchtige Gitarren, ein rollender, treibender Rhythmus und ein prägnanter Gesang sind die Eckpfeiler ihrer Musik. Die erste 5-Track-Demo von Bastardo erschien im Februar 2006.

Am 22. November 2008 veröffentlichten sie ihr neues Album "Skip.The.Present", welches von Anfang an bei den Hören auf große Begeisterung stieß. Die Stärke von Bastardo liegt in Live-Auftritten. Dies stellten sie auch schon bei zahlreichen Konzerten in der Region unter Beweis: Beim Ragnarock-Open-Air-Festival sind sie ein gern gesehener Gast. Auch die Veranstalter des Bullblast-Festivals und des MaNo-Festivals wissen, was sie an Bastardo haben. Kleinere Konzerte in den Kult-Hallen, dem KFZ, dem Café Trauma und dem Knubbel in Marburg sowie dem Spot in Kassel rundeten die bisherige Karriere der vier Musiker ab.

Text und Video von Tobias Hirsch

Hier geht's zum "Bastardo"-Video.

Mehr Infos zur Band gibt es im Internet unter www.bastardorock.com

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