Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 17 ° wolkig

Navigation:
Windkraft-Standorte haben Chancen

Windkraft Windkraft-Standorte haben Chancen

Die künftige Nutzung der Windkraft in Marburg ist das Thema der Bürgerversammlung am morgigen Freitag.

Voriger Artikel
Drei Kommunen setzen auf Wind
Nächster Artikel
Eigene Messzahlen aus luftiger Höhe

Um die Nutzung von Windenergie geht es am Freitag bei der Bürgerversammlung. Archivfoto

Marburg. Regierungspräsident Dr. Lars Witteck wird morgen ab 19 Uhr im Stadtverordnetensitzungssaal, Barfüßerstraße 50, zum Windenergieausbau in Mittelhessen sprechen.

Bürgermeister Dr. Franz Kahle wird die vier Marburger Standorte vorstellen, die die Stadt auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung für den Teil-Regionalplan Energie beim RP angemeldet hat. Dabei handelt es sich um zwei Flächen auf den Lahnbergen - Lichter Küppel und eine nördliche Fläche - sowie den Görzhäuser Hof und Dilschhausen. Laut Kahle kamen von der Behörde erste Kommentare zu den Vorschlägen. Danach sind alle Standorte für die Errichtung von Windkraft geeignet.

Bei der nördlichen Fläche auf den Lahnbergen verwies das RP auf die Nähe zum Flugplatz und die Bodenschutzfunktion des Waldes. Von einem Teil dieser nördlichen Fläche habe die Stadt mittlerweile Abstand genommen, sodass es keine Probleme mehr mit dem Flugplatz in Schönstadt geben dürfte. Auch zum Klinikum würde ein Abstand von 1000 Metern eingehalten. Alle Flächen müssen laut Kahle noch naturschutzfachlich geprüft werden. Zudem würde nun mit den Windmessungen begonnen, um die Wirtschaftlichkeit der Standorte zu prüfen. „Wir werden etwa ein Jahr messen“, so Kahle. Er geht davon aus, dass bereits im nächsten Jahr Bauanträge gestellt werden und die Stadtwerke auf der Fläche Lichter Küppel im Jahr 2014 vier Windkraftanlagen errichten können.

Wichtig sei die Klärung der Grundstücksfragen. Auf den Lahnbergen würden die Flächen Hessen Forst gehören. Das Gelände Görzhäuser Hof gehöre zu einem großen Teil Pharmaserv. Da müssten alle Interessenten zusammengebracht werden. CSL, Novartis und Siemens hätten bereits Interesse an der Stromerzeugung durch Windkraft bekundet. Nach den Ausführungen des Regierungspräsidenten und Bürgermeisters sind die Bürger zur Diskussion aufgerufen.

von Heike Horst

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Windkraft im Landkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr