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Hilfe für Kinder aus Katastrophengebiet

Fukushima-Spendenaktion Hilfe für Kinder aus Katastrophengebiet

Der Landkreis möchte in den Sommerferien 26 Schulkindern aus der Region Fukushima und ihren Betreuern drei erholsame Wochen im Landkreis ermöglichen. Und es sieht gut aus, dass es klappt.

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Quelle: Archiv

Marburg. Marburg. Die Kinder im Alter zwischen 12 und 14 Jahren stammen aus der Stadt Tomioka, die etwa 10 Kilometer vom Unglücksreaktor entfernt liegt. Inzwischen leben die Bewohner der Stadt gut 50 Kilometer von ihrer Heimat entfernt in Miharu, überwiegend in provisorischen Wohnungen, die nach der Katastrophe gebaut wurden.

Die Kinder sollen jedoch nicht bei Gasteltern unterkommen, sondern als Gruppe zusammenbleiben. Sie werden während des Aufenthalts im fremden Land von Dolmetschern, Psychologen und Pädagogen rund um die Uhr betreut. Untergebracht werden die Kinder in einem Jugendheim des Kreises. Dort sollen sie sich bei Sport und Spiel sowie bei Ausflügen in die Umgebung vor allem entspannen.

Insgesamt veranschlagt der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern Kosten von 76.000 Euro für die Hilfsaktion, pro Kind also etwa 2.500 Euro. Bis zum ersten Jahrestag der Reaktorkatastrophe sind für die Aktion gut 20.000 Euro an Spendengeldern eingegangen, berichtete Kreissprecher Markus Morr am Freitag. Darunter waren kleine Beiträge und große, Schulklassen beteiligten sich genauso nach ihren Möglichkeiten wie große und kleine Unternehmen aus dem Kreis. Über Geldspenden hinaus sind dem Kreis für diese Aktion Vergünstigungen in noch nicht bezifferter Höhe in Aussicht gestellt worden. Beim Kreis ist man deshalb optimistisch, dass die Hilfsaktion stattfinden kann. Allerdings sind weitere Spenden nötig.

Weitere Informationen gibt der Landkreis unter Telefon 06421/405-1344 und -1683, im Internet unter www.marburg-biedenkopf.de unter "Hilfe für Schulkinder aus Fukushima"

von Michael Agricola

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