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Atomkraftgegner gehen auf die Straße

Aufruf zur Mahnwache Atomkraftgegner gehen auf die Straße

Die Atomkatastrophe in Japan rief im vergangenen Jahr auch in Gladenbach Atomkraftgegner auf den Plan. Ein Jahr nach dem Super-GAU soll wieder eine Mahnwache stattfinden.

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Im vergangenen Jahr fanden auf dem Gladenbacher Marktplatz zahlreiche Mahnwachen statt. Bruno Paoletti spielte im März vor Demonstranten auf seinem selbst hergestellten Instrument „Blowing in the wind“.

Quelle: Archivfoto

Gladenbach. Anlässlich des Fukushima-Jahrestages ruft das Zukunftsforum Gladenbach für Montag zu einer Solidaritäts-Mahnwache auf. Sie findet von 18.30 bis 19 Uhr am Brunnen auf dem Marktplatz statt.

Die OP sprach mit dem Gladenbacher Forumsmitglied Siegfried Klein über dessen Einschätzung der Lage ein Jahr nach der Katastrophe. Wichtig sei die Solidarität mit den betroffenen Menschen, sagt er und erinnert an die zahlreichen in den vergangenen Tagen im Fernsehen ausgestrahlten Dokumentationen. Man habe erfahren, wie schlimm die Situation vor Ort sei und dass noch Schlimmeres auf uns zukommen könnte. Neben der Solidarität gebe es auch die Sorge, dass diese große Katastrophe in Vergessenheit gerate, so wie es nach Tschernobyl geschehen sei.

In der Öffentlichkeit werde sehr schnell vergessen, was die Menschen in solchen Katastrophengebieten erleiden müssten, sagt Klein. Deshalb sei es auch ein Ziel der Mahnwache, solche Erinnerungen wieder in die Öffentlichkeit zu transportieren. Es gelte dabei auch, daran festzuhalten, dass die Welt so schnell wie möglich ohne Atomkraft gestaltet werde.

Er sei immer noch der Meinung: "Nicht alles, was wir können, dürfen wir tun." Das betreffe vor allem die Atompolitik, betont das Forumsmitglied. Mit Blick auf das, was sich seit der Katastrophe bewegt habe, "sind wir als Zukunftsforum dankbar, dass viele Menschen den Weg der Energiewende mitgehen".

Es sei sehr wichtig, die Menschen aus den Bürgerinitiativen, die gegen Windkraftanlagen seien, mitzunehmen, sie von Beginn an zu informieren, "dass sie Teilhaber an den Projekten sind".

"Auf diesem Weg werden wir, so gut es uns gelingt, weitergehen", kündigt Siegfried Klein an.

In Gladenbach habe es diesbezüglich gute Entscheidungen gegeben. "Wir erwarten, dass in baldiger Zukunft, ein Windparkprojekt, umgesetzt werden kann."

von Hartmut Berge

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