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"Größter Unwettereinsatz seit zehn Jahren"

Wassermassen in Wohratal "Größter Unwettereinsatz seit zehn Jahren"

Die Wassermassen waren am Sonntag für die Gräben in Hertingshausen ganz offenbar deutlich zu groß. In zwei Fällen drang auch Wasser in Wohnhäuser ein.

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Mit Schaufel, Besen und scharfem Wasserstrahl waren Wohrataler Feuerwehrleute und Anwohner am Sonntagnachmittag im Einsatz, um über Schlamm und Wasser Herr zu werden.

Quelle: Ronald Hein/Feuerwehr

Hertingshausen. Nach den Worten von Martin Denzel, dem stellvertretenden Gemeindebrandinspektor, war es der größte Unwettereinsatz in Wohratal seit etwa zehn Jahren. Gegen 15 Uhr erfolgte der erste Alarm für die Feuerwehr. Alles fokussierte sich auf Hertingshausen, wo sich die Hangsituation angesichts des Starkregens dramatisch bemerkbar machte. „Anwohner haben gemessen, dass in einer halben Stunde zirka 60 Liter Wasser je Quadratmeter gefallen sind“, berichtete Denzel am Montag im Zuge einer Einsatzbilanz. Diese Wassermengen seien einfach zu groß für Kanalisation und Gräben gewesen.

Als die Feuerwehr aktiv wurde stand das Wasser in weiten Teilen des Ortes. Eine örtliche Einsatzleitung koordinierte die Einsatzstellen, zumal nicht jeder Betroffene den Notruf gewählt hatte, sondern sich direkt an die Feuerwehrleute wandte. Denzel hob gestern die breite Unterstützung der Hertingshäuser Bürger hervor. Angesichts des Wassers in den Gräben kam im Verlauf des Nachmittags auch der Wohrataler Bauhof mit seinem Bagger zum Einsatz. „Alles lief Hand in Hand“, lobte Denzel.

Bauhof war auch gestern noch im Einsatz

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Hertingshausen, Langendorf und Wohra. Insgesamt rund 20 Feuerwehrleute plus die zahlreichen Hertingshäuser Helfer und zwei Mitarbeiter vom Bauhof der Gemeinde.

Bei zwei Gebäuden war Wasser und eben auch Schlamm von den Feldern in das Erd- und Kellergeschoss eingedrungen. Dort gab es laut Denzel auch Schäden am Inventar und Gebäuden, Wassersauger kamen zum Einsatz. „Ansonsten haben wir vor allem Schaufeln, Besen und Abzieher an diesem Tag gebraucht“, erläuterte er. Um den Schlamm von den Fahrbahnen zu spülen, setzte die Wehr selbst teilweise große Mengen Wasser ein. Die Schadenshöhe lasse sich nicht schätzen, sagt Martin Denzel.

Gegen 19 Uhr rückten die letzten Feuerwehrleute wieder ab. Gestern kümmerte sich der Wohrataler Bauhof weiterhin um einige Gräben in Hertingshausen, die wieder geöffnet werden mussten, wie Bürgermeister Peter Hartmann berichtete.

von Michael Rinde

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