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Zwischen Polka und John Miles

Bracht Zwischen Polka und John Miles

Chili und Schokolade, das sind zwei Geschmacksrichtungen, die auf den ersten Blick nicht zusammengehören.

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Die Musikerinnen und Musiker des Evangelischen Posaunenchors Bracht wurden erst nach drei Zugaben von der Bühne gelassen.

Quelle: Kai Erdel

Bracht. Die eine süß und zart im Mund schmelzend, die andere feurig-scharf, voller Würze und brennend.

Dennoch: Bringt man beides zusammen, dann entsteht daraus etwas Neues. Die 500 Besucher, die am Samstagabend in die ausverkaufte Mehrzweckhalle in Bracht zum Jubiläumskonzert „Chili-Schokolade“ des evangelischen Posaunenchors Bracht kamen, wurden am Eingang mit einem Stück eben dieser Schokolade begrüßt, um sich geschmacklich auf das folgende Konzert einzustimmen.

Denn zum Abschluss der Konzertreihe im Jubiläumsjahr boten die Musiker des Blasorchesters wenig neue Stücke. Das Besondere an diesem Konzert war vielmehr die Mischung. Letztendlich ist der Erfolg des Orchesters damit begründet, dass hier drei Musiker-Generationen alle Musikrichtungen mit vollem Einsatz spielen, auch wenn es nicht gerade dem Geschmack des einzelnen Musikers entspricht.

Dabei ging das Repertoire weit über Pop und Polka hinaus. Es wurde weder vergessen, dass das Blasorchester letztlich ein evangelischer Posaunenchor ist, noch zeigte das Orchester Angst vor Klassik.
Zur Einstimmung spielte der Posaunenchor unter der Leitung von Karsten Dittmar den Choral „Großer Gott wir loben dich“. Mit „Music“ von John Miles folgte ein Stück, das mit seiner Mischung aus Pop- und Klassikelementen stellvertretend für den gesamten Abend stand.

Den Auftakt zum zweiten Teil gestaltete das Orchester furios mit „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss. Volkstümliche Musik und ein mitreißend gespieltes Pop-Medley wechselten einander ab. Mit „My heart will go on“, hinreißend von Nina Quentin gesungen, folgte ein weiters Glanzlicht „Kann Musik süßer sein?“, fragte der sichtlich beeindruckte Dittmar ins Publikum.

Den Abschluss des Konzertes bildete ein furios gespieltes Medley der Filmmusik von „Pirates of the Carribean“. Vorsitzender Karl-Heinz Koch dankte anschließend Dittmar für dessen nun schon 14-jährige Tätigkeit beim evangelischen Posaunenchor. Das Publikum ließ das Orchester zum Abschluss des großartigen Konzertabends erst nach drei Zugaben von der Bühne.

von Kai Erdel

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