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Ostkreis Zwei 40-Kilo-Brocken hingen unter der Decke
Landkreis Ostkreis Zwei 40-Kilo-Brocken hingen unter der Decke
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19:15 12.03.2015
Dies ist der zweite massive Betonbrocken, der bei der Untersuchung der Rippendecke gefunden wurde. Fotos: Michael Rinde
Stadtallendorf

Der Brocken war direkt neben einem Schreibwarenregal gelandet. Verletzt wurde bei dem "Einschlag" glücklicherweise niemand. Offensichtlich war es „Pfusch am Bau“, was zu einem schweren Unglück hätte führen können. Ein Statiker konnte die Herkunft des Betonbrockens am Mittwoch schnell aufklären. Er untersuchte im Auftrag der Stadt die Zwischendecke an der Stelle, an der der erste Betonbrocken durch die Zwischendecke gefallen war. Demnach hing jener schwergewichtige Klumpen zwischen zwei Rippen der Rippendecke.

Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi nannte den Brocken gegenüber der OP gestern eine „Betonnase“. Sie war offenbar entstanden, weil beim Guss der Decke überschüssiger Beton nicht fachgerecht entfernt wurde. „Wir sind einfach nur froh, dass keinem dort etwas passiert ist“, sagte Somogyi. Das Postgebäude wurde Anfang der 1970er Jahre errichtet. Seitdem ruhten die Betonnasen unbemerkt unter dem Dach. Ein von der Stadt beauftragtes Unternehmen nahm daraufhin die komplette Zwischendecke ab, zunächst im Verkaufsbereich der Post. Und das war auch mehr als angebracht, wie sich gestern herausstellte. Denn: Links von den Schaltern, in Höhe eines Tisches, an dem Postmitarbeiter häufiger zu tun haben, befand sich ein weiterer Betonbrocken. „Es wäre eine Frage der Zeit gewesen, bis sich auch dieser Brocken gelöst hätte“, meint Sigrid Waldheim, Leiterin des städtischen Eigenbetriebs Dienstleistungen und Immobilien, zu dem das Postgebäude in der Bahnhofstraße gehört.

Weitere „Betonnasen“ fanden sich im Verkaufsbereich nicht, so dass die Post gestern Nachmittag wieder gefahrlos geöffnet werden konnte. Am Freitag wird das Fachunternehmen auch noch die Zwischendecken über den angrenzenden Büros abnehmen und die Betondecke in Augenschein nehmen. In der angrenzenden Halle, wo vor allem Pakete lagern, ist nach Angaben Waldheims nichts zu befürchten. Dort liegt die glatte Betondecke offen.

Im Postgebäude werden derzeit die Toilettenanlagen von der Stadt saniert, naturgemäß kamen dabei auch Bohrmaschinen und Meißel zum Einsatz. „Möglicherweise hat sich dadurch der Brocken, der heruntergefallen ist, gelöst“, meint Sigrid Waldheim.

Die Stadt ist seit 2011 Eigentümer des Gebäudekomplexes, der ursprünglich der Post AG gehörte. Das Nebengebäude wurde nach 2012 an die Telekom weiterverkauft. Im Obergeschoss des Postgebäudes befindet sich die Servicestelle des Energieversorgers EAM, wo nach derzeitigem Stand aber wohl keine Probleme mit „Betonnasen“ erwartet werden.

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