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Ostkreis Zum Autohof kommt noch ein Hotel
Landkreis Ostkreis Zum Autohof kommt noch ein Hotel
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00:17 23.07.2018
Am Fuße des Gewerbegebiets Nord-Ost ist der neue Autohof samt Gastronomie und Hotel geplant. Quelle: Michael Rinde
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Stadtallendorf

Die Pläne für einen Autohof im Herzen des Gewerbegebietes Nord-Ost sind noch einmal gewachsen. Dort will Investor Hasan Ögretmen neben Tankstelle und Lkw-Stellplätzen, eine Privatbrauerei mit Gastronomie, das Verwaltungsgebäude seines Reinigungsunternehmens und eine Filiale der Fastfood-Kette „McDonalds“ ansiedeln. Nun hat der Investor seine Pläne noch einmal ergänzt: Er sieht Bedarf für ein Hotel an diesem Standort.

66 Zimmer soll es bekommen. „Große Unternehmen schicken Besucher und Monteure bis nach Marburg“, begründet Ögretmen die Entscheidung für eine weitere Investition. Diese Ergänzung wie auch verschiedene weitere Umplanungen im Detail machten neue Bauanträge nötig, die das Architekten­büro inzwischen in der Kreisverwaltung in Marburg vorgelegt hat. Derzeit bereitet das Architektenbüro Beier aus Bad Hersfeld – spezialisiert auf Autohöfe und Tankanlagen – zugleich die Ausschreibungen für die ersten Gewerke vor. „Noch kann ich keinen Termin für einen Baubeginn nennen“, sagt Ögretmen.

In der Kreisverwaltung liegen verschiedene Anträge vor, wie Sprecher Stephan Schienbein gestern auf Anfrage der OP berichtete. Für den Bauantrag zur Tankstelle liefe gerade die Beteiligung, sprich Anhörung der Träger öffentlicher Belange, also der weiteren Fachbehörden. Ein weiterer Bauantrag ruht derzeit, weil der Investor noch Umplanungen vornimmt. „Auch bei solchen Bauprojekten gilt natürlich der Grundsatz ,Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit‘. Einen Termin für die Baugenehmigungen zu nennen, wäre zum jetzigen Zeitpunkt Kaffeesatzleserei“, sagt Schienbein.

Seit drei Jahren arbeitet Ögretmen auf den neuen Autohof hin, immer wieder wurde das Konzept verändert und ergänzt. „Ich bin froh über die Zeit, das Projekt ist dadurch immer besser geworden“, sagt Ögretmen. Wie die OP berichtete ist der Autohof nicht zwingend vom Weiterbau der A 49 abhängig. Die Autobahn wäre allerdings eine massive Triebfeder, das weiß natürlich auch Ögretmen. Voraussichtlich 2021 soll der Abschnitt bis Schwalmstadt fertiggestellt und freigegeben sein.

Investitionssumme ist weiter gestiegen

„Das wird sich für uns dann schon deutlich bemerkbar machen“, ist der Stadtallendorfer Unternehmer überzeugt. Aber auch so ist der Bedarf allein an Lkw-Stellplätzen für Lieferanten von Unternehmen wie Ferrero und Winter groß. Im ersten Bauabschnitt ist der Bau der Tankstelle und Parkplätze samt einer Stichstraße vorgesehen. Alle anderen Elemente will Ögretmen Zug um Zug und schnell verwirklichen. Er rechnet am Ende mit einer Gesamtinvestition von rund 16 Millionen Euro. 

Dass nunmehr auch im Kirchhainer Gewerbegebiet Ost eine Tankstelle mit Waschmöglichkeiten für Lastwagen und eine Filiale des McDonalds-Konkurrenten Burger King entsteht (diese Zeitung berichtete), schreckt ihn nicht ab. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, so sein Kommentar. Er wirbt mit dem sich entwickelnden Gewerbegebiet und dem zukünftigen Autobahnanschluss für sein Projekt.

Es bleibt aber nicht bei diesem Wettbewerber aus Kirchhain für den künftigen Autohof. In Stadtallendorf, in der Niederkleiner Straße, öffnet demnächst eine „Jet“-Tankstelle. Außerdem gibt es nach wie vor sehr konkrete Pläne für den Bau einer Tankstelle am Fuße der Amöneburg. Gegen Letztere gibt es aber nach wie vor erheblichen Widerstand einer Bürgerinitiative. Diese beiden Tankstellen bewegen sich aber, was ihre Größe angehen wird, im üblichen Rahmen.

von Michael Rinde

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