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Zukunft des ehemaligen Herkules-Markts ist ungewiss

Stadtallendorf Zukunft des ehemaligen Herkules-Markts ist ungewiss

Bauausschuss und Magistrat diskutierten mit Architekt und Makler über die Zukunft des ehemaligen Herkules-Marktes in Stadtallendorf.

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Seit Dezember 2008 steht der ehemalige Herkules-Markt an der Straße des 17. Juni leer. Eine Belebung des Gebäudes ist offen. Stadt und Eigentümer werden sich bei der Art der künftigen Nutzung nicht einig.

Quelle: Tobias Hirsch

Stadtallendorf. Seit Dezember 2008 steht der ehemalige Herkules-Markt in der Straße des 17. Juni leer.

Im Oktober 2009 stellte der Eigentümer, Horst Ickert, der Stadt das Konzept einer Umnutzung der Immobilie vor: Vier Fachmarkteinheiten, ohne Spezifikation der Art und des Handels. Die Stadt teilte Ickert mit, dass die Märkte nur genehmigungsfähig seien, wenn ihr Angebot den Vorgaben des Bebauungsplan entspricht. Zulässig sind ausschließlich großflächige Einzelhandelsbetriebe, die mit Waren des mittel- und langfristigen Bedarfs handeln, wie zum Beispiel ein Baumarkt.

Im März reichte Ickert beim Landkreis Marburg-Biedenkopf eine Bauvoranfrage bezüglich der Umnutzung ein.

Mit dieser Vorgeschichte standen sich nun Mitglieder des Bauausschusses, des Magistrats und Mitarbeiter von Ickert gegenüber. Ickert selbst war nicht zu dem Gespräch gekommen.

Architekt Norbert Krause und Makler Thomas Kopaniak versuchten die Stadtallendorfer Politiker für ihr Vorhaben zu gewinnen. „Wir wollen das Gebäude aufsplitten und eine Kombination mehrerer Einzelhändler dort ansiedeln“, sagte Krause. Zur Diskussion stünden ein Drogeriemarkt, ein Elektrofachhandel, Textilien und Schuhe. „Das Spektrum ist groß. Wir hätten mehrere Mietinteressenten“, sagte Krause. Da das Baurecht derzeit nicht zulässt, derartige Geschäfte dort zu etablieren, bat der Architekt die Ausschussmitglieder darum, den Bebauungsplan zu ändern.

Bürgermeister Manfred Vollmer (CDU) würdigte den Architekten bei seinen Ausführungen kaum eines Blickes. „Hätte, wäre, könnte“, warf Vollmer ein, „Seit Monaten bekommen wir keine konkreten Angaben von Ihnen. Das ist das Problem: Wir wollen mitentscheiden, was dort reinkommt“.

Vollmer und viele der Ausschuss- und Magistratsmitglieder wünschen sich wieder einen Baumarkt. „Das wäre auch für uns das Einfachste gewesen. Aber ein Baumarkt hat kein Interesse an der Immobilie“, sagte Thomas Kopaniak.

von Tobias Hirsch

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