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Zentrum hilft, Grenzen zu überwinden

Grundseinlegung Zentrum hilft, Grenzen zu überwinden

Eine Kupferhülse bildet den Kern des Grundsteins des neuen Stadtallendorfer Gesundheitszentrums, in das Initiatoren und Stadt hohe Erwartungen und große Hoffnungen setzen.

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Bürgermeister Christian Somogyi (von links), das Hessentagspaar 2010 Fabian Gies und Mona-Lorena Monzien, Professor Siegfried Bien und Friedhelm Steidl und Konrad Busch von der Herrenwald Wohnbau Immobilien GmbH legten den Grundstein. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Die Bagger haben ganze Arbeit geleistet, Fundamente und Bodenplatte sind bereits gegossen. Seit Freitag gibt es auch einen Grundstein für das neue Gesundheitszentrum Stadtallendorf in der Niederkleiner Straße. Bauherr ist die Herrenwald-Wohnbau Immobilien GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Stadtallendorfer Genossenschaft Herrenwald Wohnbau. Mit Mona-Lorena Monzien und Fabian Gies war Stadtallendorfs Hessentagspaar 2010 ebenfalls an diesem historischen Moment beteiligt.

Konrad Busch von der Herrenwald Wohnbau erinnerte in seiner Ansprache daran, dass die ersten intensiveren Überlegungen, „etwas für die Gesundheitsversorgung in Stadtallendorf zu tun“, gerade einmal ein Jahr zurück liegen. Mit dem Gesundheitszentrum werde unter anderem das Ziel verfolgt , dass Stadtallendorfer Bürger für Untersuchungen nicht mehr in die Nachbarstädte reisen müssten.

Wie viel die Herrenwald Wohnbau investieren wird, ist nicht bekannt. Fakt ist, dass weitgehend dieselben Firmen an diesem Projekt beteiligt sind wie beim Bau des angrenzenden Geschäftshauses in der Niederkleiner Straße. Es sind durchweg Unternehmen aus Stadt und Region. Neben der Herrenwald Wohnbau Immobilien GmbH als Bauherr spielt der Marburger Mediziner Professor Siegfried Bien eine bedeutende Rolle. Er ist für den medizinischen Part des Projektes verantwortlich.

Er bezeichnete das Projekt, das die Ansiedlung von Ärzten verschiedener Fachrichtungen fest vorsieht am Freitag als „zukunftsweisend“. Die Medizin sei voller Spezialitäten, die Spezialisten erfordere, sagte Bien. „Medizin, die eine Tagesreise nötig macht, ist nicht das, was wir uns vorstellen“ unterstrich er zugleich. Bien warb anlässlich der Grundsteinlegung dafür, die in Deutschland vorhandenen Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung und zwischen Rehabilitation und Pflege durchlässiger zu machen.

So ist es für Bien denkbar, dass sich Mediziner im künftigen Gesundheitszentrum betätigen, die sonst am Uniklinikum Gießen-Marburg arbeiten, dass sich Mediziner verschiedener Fachrichtungen dort ebenso niederlassen wie auch nur stundenweise dort arbeiten werden.

Welche Ärzte sich ansiedeln. ließ Professor Bien offen. Doch er merkte mit Blick auf die Kupferröhre, die den Grundstein bildet, an: „Für ein Fachgebiet werden wir hier noch viel Kupfer verbauen.“

Gemeint sein dürfte der Einbau eines Magnetresonanz-Tomographen (MRT) oder eines Computertomographen. Für Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) war das Projekt Gesundheitszentrum eines der ersten seiner Amtszeit. Er betonte den Beitrag, den das Zentrum auf dem Weg zur Gestaltung Stadtallendorfs zum Mittelzentrum leisten könnte. „Es ist so, dass wir Menschen aus anderen Städten hier in Stadtallendorf mit medizinischen Dienstleistungen versorgen werden. Damit werden wir unserer zentralen Funktion gerecht.“

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