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Ostkreis Zehn Wochen lang ist die Bundesstraße 454 eine Baustelle
Landkreis Ostkreis Zehn Wochen lang ist die Bundesstraße 454 eine Baustelle
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Ein Hinweisschild weist bereits auf die anstehenden Bauarbeiten an der B 454 hin. Quelle: Rinde

Stadtallendorf. Wir bauen für Sie“ wirbt ein Hinweisschild an der B 454 mitten in Stadtallendorf schon jetzt um Verständnis bei den Autofahrern. Ab Mittwoch, 15. Juli, ist die wichtige Verkehrsader in Richtung Neustadt komplett gesperrt, voraussichtlich bis Ende September.

Das Marburger Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) hält für den Bund und die Stadt Stadtallendorf bei diesem Bauvorhaben die Fäden in der Hand.

Ab der Ortsausfahrt von Stadtallendorf ist die Bundesstraße bis zur Einmündung in die Kreisstraße 12 gesperrt. Auf einer Länge von 2,1 Kilometern verschwindet der bisherige, aus Betonplatten bestehende Fahrbahnbelag. An anderer Stelle muss abgefahrener Asphalt bis zu vier Zentimeter tief abgefräst und ersetzt werden.

Zusätzlich zur Fahrbahnerneuerung baut das ASV auch die Zufahrt in das neue Gewerbegebiet Nordost. Im nächsten Jahr wird es eine der wichtigsten und starkbefahrensten Einmündungen im Landkreis sein. Dann biegen dort Tausende Hessentags-Besucher auf die Zufahrt zum Parkplatzgelände ein.
Auch die Einmündung vom Baugebiet Kronäcker auf die Bundesstraße wird umgestaltet. Sie trifft dann nicht mehr schräg auf die B 454, sondern im rechten Winkel. Außerdem entsteht dort eine Ampelanlage, damit Autofahrer aus dem Neubaugebiet gefahrlos auf die Bundesstraße gelangen können.

Energieversorger E.on Mitte nutzt die Straßenarbeiten zugleich, um neue Versorgungsleitungen im Fahrbahnbett unterzubringen oder sie zu verlegen.
Um einem Verkehrskollaps vorzubeugen, will das ASV den Fernverkehr weiträumig umleiten. Ab Schwalmstadt und Cölbe sollen Fahrzeuge per Umleitung zur Bundesstraße 3 geleitet werden. In Stadtallendorf führt die Umleitungsstrecke über die Kreisstraße 12, an der alten Wache vorbei und dort wieder auf die Bundesstraße Richtung Neustadt. In Neustadt müssen Autofahrer sich dann gleich wieder neu orientieren. Denn dort gilt wegen Kanalbauarbeiten ebenfalls eine Umleitung in Richtung Schwalmstadt.

Das gesamte Straßenbauprojekt auf Stadtallendorfs Hauptverkehrsader kostet samt der Einmündungen zum Gewerbegebiet und der neuen Zufahrt Leide 1,6 Millionen Euro. Die größte Last trägt der Bund, immerhin 1,42 Millionen Euro. Weitere 180.000 Euro bringt laut ASV die Stadt Stadtallendorf aus ihrem Haushalt auf.

von Michael Rinde

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