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Zehn Tafeln sollen zum Umweltschutz beitragen

Umweltschutz Zehn Tafeln sollen zum Umweltschutz beitragen

"Das Vogelschutz-Gebiet ,Amöneburger Becken‘ ist ein Juwel unter den Vogelschutzgebieten, die wir in Hessen haben", sagte Dr. Elke Dührßen vom Regierungspräsidium Gießen.

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Öffentlichkeitswirksame Projekte sollen den Vogelschutz voranbringen.Foto: Karin Waldhüter

Großseelheim/Amöneburg. Das Vogelschutzgebiet „Amöneburger Becken“ ist 1325 Hektar groß und Lebensraum für etliche bedrohte Vogelarten, wie den Kiebitz, den Wiesenpieper, das Braunkehlchen und andere Brutvögel wie Neuntöter oder Flussregenpfeiffer bietet. Seit einigen Jahren brütet der Weißstorch an der Radenhäuser Lache.

Im Jahr 2008 wurde das Becken als Vogelschutzgebiet aufgewertet. Die obere Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums Gießen hat nun in Zusammenhang mit dem Fachbereich Ländlicher Raum des Landkreises und mit Robert Cimiotti von der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie zehn Info-Tafeln erstellt.

Diese stehen an von Besuchern stark frequentierten Zugängen zu den Vogelschutzgebieten im Bereich der Kommunen Stadtallendorf, Kirchhain und Amöneburg. Die Tafeln weisen auf Schönheit, Schutzwürdigkeit und Besonderheiten der Vogelwelt hin und bitten um Rücksichtnahme auf die zum Teil bedrohten Vogelarten.

Drei Gemeinden kooperieren

„Die Tafel sollen öffentlichkeitswirksam auf den Naturschutz aufmerksam machen“, betonte Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner während der Vorstellung der Infotafeln auf dem Damm des Ohm-Rückhaltebeckens in der Nähe von Großseelheim. Die drei Kommunen Stadtallendorf, Kirchhain und Amöneburg und das Forstamt Kirchhain übernahmen die Installation der Tafeln.

Schutzgebietsbetreuer Frank Göttlicher vom Fachbereich Ländlicher Raum und Robert Cimiotti steuerten diverse Fachinformationen, Anregungen und Fotos bei.

Mit Blick auf die am Horizont erkennbaren Windräder betonte Landrat Robert Fischbach, dass es gelingen müsse, dass sowohl der Artenschutz als auch die Windräder nebeneinander bestehen können. Dies sei eine Konfliktsituation, mit der man sich täglich beschäftige, sagte Fischbach und betonte, dass man beiden Aspekten Rechnung tragen könne.

Der Fachdienst Agrarförderung und Agrarumwelt beim Landkreis erstellt momentan einen Plan, um durch Pflege und Bewirtschaftung das Amöneburger Becken zu schützen. „Sollte es gelingen, dass alle Beteiligten - vom Landwirt, den Kommunen, über die Bürger bis hin zu den Fachbehörden - partnerschaftlich und kooperativ zusammen arbeiten, sehe ich der Arbeit und damit dem Vogelschutz mit Zuversicht entgegen“, erklärte Schutzgebietsbetreuer Frank Göttlicher. Öffentlichkeitswirksame Projekte wie die Infotafeln seien dafür ein wichtiger Bestandteil.

von Karin Waldhüter

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