Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Zehn Jahre spektakuläre Akrobatik
Landkreis Ostkreis Zehn Jahre spektakuläre Akrobatik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:30 21.05.2017
Unter anderem am Trapez zeigten die Traumfänger ihr Können.
Stadtallendorf

Es begann vor zehn Jahren ganz im Kleinen mit einer Trampolin AG im Anschluss an den Unterricht in einer fünften und sechsten Stunde. Dann folgte das erste Zirkusprojekt. Im Laufe von zehn Jahren hat sich daraus etwas ganz Großes entwickelt und ist, im Rahmen von „Zirkus macht stark“, einem Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, „zu etwas ganz besonderem geworden“, wie Schulleiterin Elfriede Wollmer hervorhob. Viele Auftritte, Videos und Preise zeigen das.

Eine Person verkörpert wie keine andere die „10 Jahre Traumfänger“: Gerhard Bitterwolf. Ihm sprach Wollmer Anerkennung und Dank aus. „Sie waren immer der Motor des Ganzen und haben sehr konsequent und mit viel Herzblut das Projekt initiiert, geplant, sehr viele Anträge gestellt, intensiv Mitstreiter und Sponsoren gesucht“, sagte sie.

Sichtlich gerührt nahm Bitterwolf, der seit einem Jahr im Ruhestand ist, die Akrobatikgruppe aber weiterhin betreut, die Würdigung entgegen. Als Sportkoordinator und als Vorsitzender des Fördervereins habe er sich über das normale Maß hinaus engagiert: „Sie haben die Traumfänger zu einem ganz besonderen Aushängeschild der Grundschule II gemacht“, hob die Schulleiterin hervor. Sie überreichte unter lautstarkem Applaus der über 300 Besucher gemeinsam mit Cornelia Reinhardt, Bernt Klapper vom Förderverein und einigen Schülern einen „Traumfänger“ und einen Gartenstuhl.

Getragen wird das Projekt vom Stadtallendorfer Bündnis für Bildung, das aus dem Förderverein der Grundschule II, der Grundschule II mit Süd- und Waldschule, dem TSV Eintracht Stadtallendorf und der Stadt besteht.

Eingeladen hatten die Traumfänger unter dem Motto „Wir schenken das Staunen“ - und das taten die Kinder der Akrobatik-AG, geleitet von Gerhard Bitterwolf, Silke Wolf, Anika Sika-Landmesser und Gaby de Martino, die Chor-AG mit ihren Lehrerinnen Julia Henkel und Maria Bromm und die Tanz-AG mit Lehrerin Amalia Kraus dann auch vom ersten Moment an.

Mit Clown-Akrobatik vom Feinsten und auf Zirkuskugeln balancierend startete die rund zweistündige Show zu Musik der Rockgruppe Queen und dem Song „We will rock you“ rasant. Das Lied „Für die Erde singen wir“, das erstmals 2008 (Unsere Welt ist bunt) gesungen wurde, präsentierten anschließend 26 Chorkinder, während auf der Bühne die Akrobaten ihre Kunststücke zeigten.

Schon die ersten Minuten der Show belegten, dass die Zuschauer außergewöhnliche Darbietungen und spektakuläre Auftritte erwarten durften - sei es am Trapez, auf dem Trampolin oder am Vertikaltuch.

80 Jungen und Mädchen der Süd- und Waldschule und dazu noch einige ehemalige Schüler zeigten eine gelungene Symbiose aus Sport, Musik, Tanz, Clownerie und Akrobatik. Der Atem stockte wohl manchem Besucher bei den zu jeder Zeit sicher vorgetragenen Kunststücken. Clownerie, gekonnt mit Akrobatik verknüpft, sorgte zudem für Unterhaltung. Die „Adler der Lüfte“ oder der „stärkste Mann der Welt“ begeisterten genauso wie der wiederkehrende Hausmeister-Gag.

Zwischen den Auftritten gab es Fotos und Filmausschnitte zu sehen, die den erfolgreichen Werdegang der Gruppe dokumentierten. Silke Wolf schlüpfte in die Rolle der Zirkusdirektorin und kommentierte sie.

Die „Traumfänger“ hatten 2012 für das Programm» Miras Wunderwelt« den Jugendkulturpreis des Landkreises Marburg-Biedenkopf erhalten. Weitere Auszeichnungen wie der Stern des Sports (2015) folgten.

2014 war damit begonnen worden, kleine Filme von den Programmen zu drehen. Und wer nun bei YouTube den Oberbegriff „Akrobatik“ eingibt, dem wird an erster Stelle die Gruppe „Traumfänger“ der Grundschule II angezeigt. Weit mehr als eine Millionen Klicks hat ein Film bereits gesammelt.

Mit der Vorführung der Akrobatikgruppe, die hessenweit unterwegs ist, erwartete die Zuschauer am Ende der Show noch ein besonderer Höhepunkt. Zugabe-Rufe, anhaltender Applaus und Lob von Schulleiterin Elfriede Wollmer gab es zum Schluss: „Das habt ihr klasse gemacht!“, sagte sie.

von Karin Waldhüter

Das Backhaus sanieren, einen Vorbereitungsraum anbauen, ein Gästezimmer gestalten und Stauraum schaffen. Erfurtshausen hat Großes vor, ist aber nun auf Hilfe ­angewiesen.

19.05.2017

Zum dritten Mal wurden in Kirchhain Stolpersteine zum Gedenken an ehemalige jüdische Mitbürger gesetzt. Trotz der frühen Stunde am Donnerstag kamen gut 80 Bürger zu dem stillen Gedenken.

19.05.2017

So ganz war Veranstaltungsleiter Uwe Schröder vom Wanderverein Großseelheim mit der Resonanz des 26. Internationalen Volkswandertags nicht zufrieden.

19.05.2017
Anzeige