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Wortwitz in historischer Kulisse

Kulturspektakel Wortwitz in historischer Kulisse

Das war ein Auftakt des dritten Kulturspektakels nach Maß: Das Kabarett-Duo Wolf & Bleuel begeisterte am Samstagabend das Publikum in der Schlossruine mit „Grüßen aus Högenkögen“.

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Eine Nummer die sich besonders auf die Lachstatistik des Abends ausgewirkt hatte: Wolf (links) als Johnny Cash und Bleuel als „Lillifee für anders Begabte“.

Quelle: Karin Waldhüter

möneburg. Einen „Leckerbissen“ versprach der Bürgermeister und Vorsitzende des Kulturspektakelvereins Michael Richter-Plettenberg den Besuchern am Eröffnungsabend. Am Ende war der Auftritt des Kabarett-Duos Wolf & Bleuel aus der Rhön sogar ein ganz besonderer Gaumenschmaus, den die 200 Besucher in der Schlossruine immer wieder mit Bravo–Rufen honorierten und zum Schluss den Akteuren sogar stehend Ovationen entgegenbrachten.

Ein Regenschauer kurz vor Beginn der Veranstaltung hatte die Verantwortlichen noch besorgte Blicke gen Himmel werfen lassen. Doch die Sorge war unbegründet – während der rund dreistündigen Veranstaltung blieb es trocken.

Tränen lachten hingegen die Besucher. Wolf, mit gelocktem zu Berge stehenden Haar, und der kahlköpfige Bleuel bildeten die „Zweckgemeinschaft für angewandte Unterhaltung“. Und so lieferten sich die beiden hessischen Kabarettisten ein Duell, gewürzt mit einem überragenden Sprachwitz, der die Alltäglichkeiten des Lebens aufgriff und auf die Spitze trieb. „Jetzt lachen sie mal!“, forderten die Kabarettisten, um die Lachquote mit ihrem Messgerät zu testen. Dabei nahmen sie so manche Krise in ihr komödiantisches Visier. Sie philosophierten über Stechmücken „so überflüssig wie Usambaraveilchen“, oder begaben sich auf den „Erleuchtungshighway“, immer den Spuren von „St. Kerkeling“ folgend.

Dabei verloren sie aber nie ihren Freund Kurt aus den Augen, der nach Högenkögen in Schweden ausgewandert ist. Sie sinnierten über das Alter und wollen zum zehnjährigen Bestehen ihrer Freundschaft eine Botox-Party veranstalten.

„Das war richtig klasse“, hörte man die Besucher beim Verlassen des Geländes schwärmen.

von Karin Waldhüter

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