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Wohratals John F. Kennedy

Ehrung Wohratals John F. Kennedy

Am Frühjahrsempfang der SPD Wohratal zu Ehren von Helmut Becker nahm am Samstag auch die gesammelte Lokalprominenz der Sozialdemokraten teil.

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Klaus-Dieter Engel (von links), Detlef Ruffert, Werner Hesse sowie Peter Hartmann (von rechts, Bürgermeister Wohratal), Dr.Thomas Spies, Torsten Dörr und Sören Bartol ließen es sich nicht nehmen, das SPD-Urgestein Helmut Becker in den politischen Ruhestan

Wohratal. Rund 50 Gäste kamen am Samstag zu Ehren von Helmut Becker in den Treffpunkt - vom Kreistagsvorsitzende Detlef Ruffert über Bundestagsmitglied Sören Bartol und den Landtagsabgeordneten Thomas Spies bis hin zum Marburger Oberbürgermeister Egon Vaupel und dem Vorsitzenden der Kreistagsfraktion, Werner Hesse.

Becker hat sich in der Lokalpolitik einen Namen gemacht. Ortsvereinsvorsitzender Torsten Dörr zog einen Vergleich: „1960 war in Amerika die Wahl Kennedys der Beginn eines neuen politischen Zeitalters, und in Wohratal war deine Wahl 1960 auch der Beginn eines neuen politischen Zeitalters.“

Allein die vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten Beckers seit 1960 belegen dies: So war er von 1960 bis 2011 in Halsdorf und Wohratal Gemeindevertreter, Beigeordneter und Erster Beigeordneter. Im Kreistag war Becker von 1968 bis 2001 entweder als Abgeordneter oder als Beigeordneter tätig. Zudem gehörte er von 1978 bis 2002 dem Kirchenvorstand von Halsdorf an. Eine Mitgliedschaft in der Kreissynode, Schöffentätigkeit und Mitarbeit im Anerkennungsauschuss des Kreiswehrersatzamtes sowie die Mitgliedschaft in zahlreichen Vereinen zeugen von der ungeheuren Umtriebigkeit Beckers. Zahlreiche Ehrungen, zuletzt das Bundesverdienstkreuz am Band im Jahr 2000, waren bisher der Dank dafür.

Becker nun Ehrenmitglied

„Eine so lange Zeit ehrenamtlichen Engagement dürfte im Landkreis, wenn nicht in ganz Hessen, einmalig sein“, sagte Dieter Engel in seiner Laudatio. Dieser hatte eigens ein Buch mit dem Titel „Fortlaufen nützt nichts“ - einem Lieblingsspruch Beckers - zusammengestellt. Darin wird Becker auf humorvolle Art porträtiert. Engel und Dörr trugen einige Passagen vor, die nicht nur einen wundervolle Annäherung an den „Menschen“ Becker darstellten, sondern auch ein einzigartiges Zeitzeugnis der Geschichte der Kommunalpolitik waren.

Zahlreiche Elemente aus dem Buch fanden sich in den folgenden Grußworten der Gäste wieder, zum Beispiel der legendäre Lautsprecherwagen, den Becker für einen Wahlkampf gebaut hatte und dessen Lautsprecheranlage von allen rückblickend als „monströs“ bezeichnet wurde. Weitere Punkte waren die zahlreichen Strategiebesprechungen im Keller Beckers, sein Archiv oder die Druckmaschine. Allen Rednern gemeinsam war die Anerkennung für die mehr als fünfzig Jahre unermüdlichen Einsatzes. „Wir können gar nicht so danken, wie du es verdient hättest“, resümierte Dörr.

Als Becker im Anschluss zum Ehrenmitglied der SPD Wohratal ernannt wurde, war ihm die Rührung deutlich anzusehen.

von Kai Erdel

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