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Wohratal setzt auf die Stadtwerke

Konzession für das Stromnetz Wohratal setzt auf die Stadtwerke

Vorweihnachtliche Bescherung für die Stadtwerke Marburg: Das Gemeindeparlament Wohratal entschied am Dienstagabend, zum 1. Januar 2012 die Konzession für das Stromnetz an das Marburger Unternehmen zu übertragen.

Halsdorf. Neun der zwölf Gemeindevertreter votierten im Treffpunkt Halsdorf für eine entsprechende Beschlussvorlage des Gemeindevorstands, die drei Abgeordneten der CDU-Fraktion stimmten dagegen. Damit verliert die E.on Mitte AG, letzter Mitbewerber der Stadtwerke im Ringen um die Betriebsrechte, die Konzession für das Wohrataler Stromnetz, bleibt aber dessen Eigentümer.

Das soll sich aber ändern. Der Entwurf des Konzessionsvertrags sieht vor, dass die Stadtwerke mit E.on einen Kaufpreis für das örtliche Verteilnetz aushandeln. Die Gemeinde entschiedet dann, ob sie das Netz selbst erwirbt oder den Ankauf den Stadtwerken überlässt. Wohratal wird sich zudem an der kommunalen Netzgeselllschaft Energie Marburg-Biedenkopf, einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke, mit einer Einlage von 1.200 Euro beteiligen und kann damit über einen Sitz im Aufsichtsrat den Kurs des Unternehmens mitbestimmen. Zudem verpflichtet der Vertragsentwurf die Stadtwerke, den mit der Wartung des Netzes betrauten und in Wohratal lebenden E.on-Mitarbeitern, einen Arbeitsplatz anzubieten.

Für Unmut sorgte das Verhalten von E.on kurz vor Toresschluss. „Die E.on schreibt allen Gemeindevertretern Briefe und hetzt ihnen ihre Arbeiter auf den Hals“, klagte Heinrich Schmiermund (SPD). Die Präsenz von E.on-Arbeitern aus der Region in den Parlamenten und Ausschüssen war zuletzt von Abgeordneten als gesteuertes Druckmittel empfunden worden.

von Matthias Mayer

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der Printausgabe der OP.

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