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Wohnungsmangel ist das Hauptproblem

Bürgermeisterkandidaten Wohnungsmangel ist das Hauptproblem

Mubarik Sabir hatte angekündigt, zumindest Teile seines Wahlprogrammes aufgrund der Rückmeldungen aus der Bevölkerung heraus zu formulieren. Das hat er auch umgesetzt.

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Mubarik Sabir steht vor dem Brunnen am Marktplatz. Eine Belebung der Stadtmitte, in der er groß geworden ist, wäre ihm ein wichtiges Anliegen.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Für sich selbst hat der 18 Jahre alte Mubarik Sabir schon ein wichtiges Ziel erreicht, das Ziel, jüngere Menschen für Politik zu interessieren. Zu diesem Fazit kommt der parteilose Bürgermeisterkandidat nach dem bisherigen Verlauf seines Wahlkampfes. Aus den Rückmeldungen heraus formuliert Sabir auch die Prioritäten für sich, sollte er aus der Bürgermeisterwahl als Sieger hervorgehen.

Hauptthema ist für ihn der Wohnungsmangel und zugleich auch der Zustand älterer Wohnungen in Teilen Stadtallendorfs. „Das brennt vielen Menschen auf der Seele“, sagt er. Für die Stadt müsse dieser Komplex weit mehr Gewicht bekommen. Er fordert ein Nachdenken über Zuschüsse für Bauherren von Mehrfamilienhäusern, ein engeres Zusammengehen mit Investoren und eine noch intensivere Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugesellschaften. Das ist ein Fazit aus seinen nach eigenen Angaben mittlerweile mehreren Hundert Hausbesuchen.

"Wir haben ein Ausgabenproblem"

Mit dem Komplex Wohnraum verknüpft Sabir die Mobilität, die aus seiner Sicht verbessert werden müsste. Gemeint sind die Busanbindungen, bei denen Hatzbach und Wolferode besonders schlecht dran seien. „Bevor man Baugebiete in den Stadtteilen entwickeln kann, müsste man die Mobilität der Menschen in und aus der Kernstadt verbessern“, so seine Überzeugung.

Wie will er eine offensive Wohnungsbaupolitik und einen Ausbau des Stadtbus-Angebotes bezahlen? Er sieht Sparpotenziale. „Wir haben eher ein Ausgaben- als ein Einnahmenproblem“, so sein Plazet.

Mehr Bürgerbeteiligung

Mehr Bürgerbeteiligung ist für ihn ein weiterer zentraler Ansatz für die Zukunft. Er wünscht sich ein eigenes Kinder- und Jugendparlament beispielsweise für Stadtallendorf. Und eine stärkere Rolle des Ausländerbeirates. Sabir hat sich in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Mitstreitern für mehr Kinderrechte eingesetzt.

Diesen Weg will er fortsetzen. „Demokratie muss dabei schon im Kindesalter vermittelt werden“, sagt er. Dass es im DAG-Gebiet Jahrzehnte gedauert habe, bis dort ein Spielplatz entstand, dürfe in Stadtallendorf nie wieder passieren, nennt er ein Beispiel dafür, wo er andere Akzente setzen will.

Gefragt nach Zielen in der Stadtentwicklung nennt er vorneweg die Stadtmitte. Bei deren Belebung müsse die Stadt noch einmal aktiv werden. Ein Fast-Food-Restaurant gehöre für ihn eher in die Stadtmitte. „Das bringt dort nicht zuletzt auch Arbeitsplätze“, merkt Sabir im Gespräch mit der OP an.

Sabir will mehr Offenheit den Bürgern gegenüber

Sabir hatte sich seinerzeit der Demonstration der Elterninitiative gegen höhere Kindergartengebühren angeschlossen. Er fordert, dass es jetzt an den Kindertagesstätten auch Verbesserungen geben müsse. An dem Postulat an das Land, die Kinderbetreuung komplett kostenfrei zu machen, hält er unverändert fest. Wohl wissend, dass der Weg dorthin in Hessen noch sehr weit sein könnte.

Nicht zuletzt hat er sich auf die Fahne geschrieben, als Bürgermeister für mehr Offenheit gegenüber den Bürgern stehen zu wollen.

Wie gehen die Stadtallendorfer, mit denen er ins Gespräch gekommen ist, mit seiner Jugend und der Tatsache um, dass er noch Schüler ist? „Ich habe sehr viel positive Resonanz bekommen. Häufig fiel die Antwort, dass man sich mit mir eher identifizieren könne“, sagt Sabir.

KONTAKT
Mubarik Sabir ist im Internet mit der Seite www.mubarik-sabir.de vertreten. Er ist per E-Mail unter der Adresse kontakt@mubarik-sabir.de, auf Facebook und telefonisch unter 0152/56042359 erreichbar. Sabir plant außerdem eine 24-Stunden-Hotline, über die er oder einer seiner Unterstützer rund um die Uhr erreichbar sein sollen.

von Michael Rinde

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