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Wo werden Sie sparen, wo nicht?

Fragen an die Kandidaten Wo werden Sie sparen, wo nicht?

Das Geld ist in allen Kommunen knapp. Umso wichtiger ist die Frage, wo künftig eingespart werden soll und wo nicht? Auf diese Frage geben die Rauschenberger Bürgermeister-Kandidaten heute ihre Antwort.

Rauschenberg. Am 27. September haben Rauschenbergs Bürgerinnen und Bürger beim OP-Wahlforum in der Mehrzweckhalle Bracht die Chance, die Kandidaten dazu zu befragen. Los geht‘s um 19.30 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Fragen an die Kandidaten können auch per E-Mail gestellt werden: stadtallendorf@op-marburg.de

Mehr über Ziele und Wahlkampf-Aktivitäten der Kandidaten finden Sie auf deren Internet-Seiten:

www.michael-emmerich.de

www.markus-heeb.de

www.rauschenberg-bewegen.de

Michael Emmerich, CDU:

Als Stadtverordneter habe ich an der Haushaltskonsolidierung der Stadt aktiv mitgewirkt. Beschlossen wurden bereits Einsparungen beim Bauhof und der Bewirtschaftung des Stadtwaldes. Weiterhin soll im Bereich Tourismus enger mit dem Landkreis zusammengearbeitet werden, um effektiver zu werden und Rauschenberg gleichzeitig über die Landkreisgrenzen hinaus zu vermarkten.

Auch können auf Dauer Energiekosten gespart werden, wenn die städtischen Liegenschaften weiter saniert werden.

Die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen sollte aus- und aufgebaut werden. So können zusätzliche Angebote geschaffen und Kosten gesenkt werden.

Keine Änderungen wird es bei der Nutzung der Bürgerhäuser durch Vereine oder dem städtischen Besitz des Freibades geben.

Markus Heeb,SPD:

In Zeiten leerer Kassen muss Jahr für Jahr alles immer wieder auf den Prüfstand. Es darf nicht bei allem und jedes Jahr die Frage nach dem Ob gestellt werden, denn wir dürfen uns nicht kaputt sparen. Aber alle Bereiche sind immer wieder auf das Wie zu untersuchen, um die wirtschaftlichsten und nachhaltigsten Lösungen zu finden.

 Wichtig ist, die Infrastruktur aufrechtzuerhalten. Hier müssen wir Bestehendes weiterentwickeln und an die Anforderungen des demografischen Wandels anpassen. Bei der Kinder-, Vereins-, Jugend- und Seniorenarbeit sehe ich derzeit keine Einsparmöglichkeit, denn Rauschenberg muss als Lebensraum attraktiv bleiben.

Wir dürfen nicht in den Bereichen sparen, in denen sich Menschen ehrenamtlich für andere engagieren wie im Vereinsleben oder bei den Rauschenberger Feuerwehren.

Michael Vaupel, Die Grünen:

Sparen ist in Rauschenbergs Situation überaus wichtig – aber nicht alles! Bei den kommunalpolitisch Verantwortlichen muss allerdings ein Umdenken stattfinden: Geld für Prestigeobjekte ist in den nächsten Jahren nicht vorhanden. Standards, die heute positive Standortfaktoren für uns sind, wie Jugendarbeit, KiTas, Schwimmbad usw. können kaum dem Sparzwang unterstellt werden. Eine Kosten-Nutzen-Analyse der städtischen Leistungen ist Bedingung, um nicht freiwillige Leistungen streichen zu müssen.

Zudem sind auch weiterhin Investitionen nötig. Priorität haben, neben den Pflichtaufgaben, solche Investitionen, die kurz- oder mittelfristig Kosten vermeiden helfen, wie z. B. Maßnahmen zur Energieeinsparung oder zur Nahwärmeversorgung. Auch Investitionen, die Einnahmen generieren können, sind nötig.

Anders Arendt, parteilos:

Grundsätzlich werde ich überall sparen, auch und vor allem beim Personal! Dabei gehe ich mit gutem Beispiel voran und arbeite für 10 Prozent des üblichen Bürgermeistergehalts. Weitere Einsparungen ergeben sich aus der Fusion (nach positiven Bürgerentscheid) bzw. der sehr engen Kooperation mit der Gemeinde Wohratal (konkrete Zahlen entnehmen Sie bitte dem Leserbrief von Konrad Dehnert). Nicht sparen werde ich beim Ehrenamt, durch das ich nach und nach die eine oder andere hauptamtliche Stelle ersetzen werde. Z. B. kann ich mir gut vorstellen, Ortsvorsteher wie in der Vorbildgemeinde Ebsdorfergrund mit mehr Kompetenzen und mehr Geld auszustatten. Orientieren werde ich mich in meiner Arbeit an erfolgreichen Bürgermeistern wie z. B. Andreas Schulz und vor allem an Altbürgermeister Herbert Schmitz.

von Matthias Mayer

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