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Wo neues Denken Altes erhält

Großseelheimer Posaunenchor Wo neues Denken Altes erhält

Zur Begrüßung der Bewertungskommission spiete der Großseelheimer Posaunenchor den schönen Choral „Geh aus mein Herz und suche Freud“ – ein richtungsweisendes Lied für die Vormittag.

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Großseelheim von oben: Die beste Aussicht auf den Ort bot sich der Kommission vom Sportplatz aus.

Quelle: Matthias Mayer

Großseelheim. Fast alles, was in dem Lied gepriesen wird, gibt‘s in Großseelheim und Umgebung zu sehen.

Und Paul Gerhardt hat dem Choral 1653 gleich 15 Strophen spendiert – das ist reichlich Text. Und den gab‘s gestern auch beim Rundgang und bei der Rundfahrt durchs Dorf auf die Ohren der Kommissionsmitglieder.

Ein rundes Dutzend Referenten hatte das Vorbereitungsteam für die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ um Ortsvorsteher Helmut Hofmann rekrutiert, die den Fachleuten um Kommissionsleiterin Margot Schneider an 20 Stationen die Besonderheiten Großseelheims näher brachten.

Zweieinhalb Stunden lang prasselten fast pausenlos Informationen auf die Kommission ein – eine Belastungsprobe für die Aufnahmefähigkeit der Mitglieder.

Das Problem: Kirchhains mit rund 2.000 Einwohnern größter Stadtteil hat so ungewöhnlich viel zu bieten, dass es schwer fällt, die Zahl der vorstellenswerten Projekte zu begrenzen.

Trotz der Stofffülle ließ sich am Ende aus den vielen fachkundigen Referaten ein roter Faden spinnen, der für Großseelheims Entwicklung von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart steht: Einer eng vernetzten Dorfgemeinschaft ist es gelungen, durch bemerkenswerte Gemeinschaftsprojekte ihr Dorf als Lebens- und Arbeitsraum so attraktiv zu gestalten, dass die Nachfrage von potentiellen Zuzüglern nach Wohnraum kaum befriedigt werden kann.

Auch auf die Umbrüche in der Landwirtschaft, die einem erheblichen Teil der prächtigen Fachwerkhöfe ihre Nutzung nahm, fanden sich im Dorf durch neues Denken Lösungen, die halfen, Altes zu bewahren.

von Matthias Mayer

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