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„Wir werden einiges bewegen“

100-Tage-Bilanz „Wir werden einiges bewegen“

Inzwischen ist der Kalender von Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) ebenso prall gefüllt wie der seines Vorgängers Manfred Vollmer (CDU). Im laufenden Monat sind es rund 80 Termine.

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Bürgermeister Christian Somogyi sitzt am Schreibtisch in seinem Büro im Rathaus.Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Genau 100 Tage ist Bürgermeister Christian Somogyi nunmehr im Amt. Bei Politikern wird diese öffentlich etablierte 100-Tage-Frist häufig als zeitliche Grenze der Einarbeitungszeit gesehen. Diese Zeitung fragte Stadtallendorfs Rathauschef danach, wie seine persönliche „Drei-Monats-Bilanz“ ausfällt, was ihn überrascht hat und wo er erste Schwerpunkte seiner Arbeit gesetzt hat. Für den Niederkleiner Somogyi war der Wechsel aus der freien Wirtschaft, sprich vom Arbeitgeber Fraport AG, an die Spitze der Stadtverwaltung nach 30 Jahren ein massiver Einschnitt. „Ich bin froh, dass ich diese Entscheidung getroffen habe“, sagt Somogyi, nachdem er die ersten Monate als Bürgermeister hinter sich hat. Wie viele Hände er seit dem 15. März geschüttelt hat, weiß er nicht mehr. Er hat die Verwaltung versucht, von innen heraus intensiv kennenzulernen. Von der Leistungsfähigkeit seiner 150 Mitarbeiter ist Somogyi restlos überzeugt. „Wir werden einiges bewegen“, sagt er.

Viel Zeit zur Eingewöhnung ist Stadtallendorfs Bürgermeister nicht geblieben. Nur wenige Tage nach Amtsantritt tagte erstmals das Stadtparlament. Seinerzeit schaffte es Somogyi, eine breite Mehrheit dafür zu gewinnen, die Entscheidung über die Hallenbad-Sanierung noch einmal zu vertagen.

Innenstadtentwicklungprägt erste Monate

Seitdem wird vor allem in der Verwaltung an Gesamtkonzepten für die Innenstadtentwicklung gefeilt und gearbeitet. Ein wesentlicher Part wird dabei die Frage sein, ob das Bad saniert wird oder ob die Stadt gar ein Allwetterbad schafft. Die parlamentarische Entscheidung wird nun erst nach den Sommerferien fallen.

Somogyi hat nach eigenen Worten bereits sehr viel Zeit in das Thema investiert. Ihm ist bewusst, welche zentrale Bedeutung die Innenstadtentwicklung für das Image der Stadt haben wird. Sein klares Ziel: Die Stadtmitte soll langfristig das Zentrum Stadtallendorfs auf dem Weg zum Mittelzentrum werden. Dies möchte Somogyi auch planungsrechtlich festklopfen. „Der Weg zum Mittelzentrum wird bis zu zehn Jahre dauern“, ist er überzeugt. Wichtig ist für ihn, dass er mit dem neugewählten Vorstand von „Stadtallendorf aktiv“ nun wieder Ansprechpartner beim Einzelhandel hat. Ein Termin ist bereits geplant. Ihm sei noch klarer geworden, wie wichtig es ist, miteinander anstatt übereinander zu sprechen. Übereinstimmungen zwischen Einzelhändlern und Bürgermeister sind bereits erkennbar. So hat „Stadtalllendorf aktiv“ ein neues Stadtmarketing-Konzept ebenso auf der Agenda wie Bürgermeister Somogyi. Auf die Frage, was bisher für ihn die bedeutendste Entwicklung in der Stadt seit seinem Amtsbeginn war, hat Somogyi eine klare Antwort: die nunmehr öffentlich gewordenen Pläne für ein privat errichtetes Ärztegebäude der Herrenwald Wohnbau GmbH. „Wenn das alles so klappt, wird das für Stadtallendorf ein großer Gewinn“, ist er im Gespräch mit dieser Zeitung überzeugt.

Somogyi ist sich darüber im Klaren, dass in den nächsten 100 Tagen einige Entscheidungen anstehen, nicht nur zur Innenstadtentwicklung. „Eigentlich treffe ich jeden Tag im Rathaus etliche Entscheidungen“, merkt er dazu an.

von Michael Rinde

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