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„Wir brauchen kein neues Baugebiet“

demographischer Wandel „Wir brauchen kein neues Baugebiet“

Die Versorgung alter Menschen, die Zahlen zum demografischen Wandel und die Friedhofssatzung – die Tagesordnung war für den Ausschuss für Umwelt und Soziales nicht gerade ein Born der Lebensfreude.

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Im Neubaugebiet „Röthe III“ entstehen neue Häuser. Möglicherweise ist dies das letzte Neubaugebiet in der Kernstadt. Nach einer Studie werden 2050 in der Stadt 1.589 Wohnungen leer stehen.

Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Dennoch arbeiteten die Kirchhainer Parlamentarier kenntnisreich und mit gewohnter Diskussionsfreudigkeit unter der Leitung von Professor Erhard Mörschel (CDU) die wenigen Tagesordnungspunkte ab. Dabei zeigten sich alle Stadtverordneten über Fraktionsgrenzen hinweg in der Sache einig.

Im Nachklang zu der Studie „Senioren in Kirchhain“ erarbeiteten die Ausschussmitglieder Arbeitsaufträge für das Parlament. Dabei sahen sie übereinstimmend die Stadt in der Rolle des Koordinators und Moderators auf dem Weg zu einer seniorengerechteren Stadt, für den die Studie die Fixpunkte Pflegestützpunkt, Tagespflege, seniorengerechte Wohnungen, betreutes Wohnen und eine barrierefreie Stadt genannt hat.

Nach einer Vergleichsstudie des Hessischen Rechnungshofes zum demografischen Wandel wird Kirchhain bis zum Jahr 2050 23 Prozent seiner Einwohner verloren haben. „Wir müssen sehen, wie wir gegensteuern können“, sagte Erhard Mörschel unter Hinweis auf die prognostizierten Zahlen, die für Kirchhain unter anderem 1.589 leerstehende Wohnungen und nur noch 300 statt der heute 600 Kindergartenkinder vorhersagen. „Wir brauchen kein neues Baugebiet mehr, sollten nur noch die Baulücken schließen“, schlussfolgerte Reiner Nau. Rosemarie Lecher (CDU) warb dafür, in der Altstadt stadtbildtypische Neubauten zuzulassen, um einer Verödung der Innenstadt vorzubeugen.

von Matthias Mayer

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