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Ostkreis Keine Angst vor Arschbomben
Landkreis Ostkreis Keine Angst vor Arschbomben
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15:51 26.04.2018
Keine Angst vor „Arschbomben“ hatten die Wettbewerbsteilnehmer. Quelle: Nadine Weigel
Stadtallendorf

Karina Gottschalk kneift die Augen zusammen. Die Kreisjugendfeuerwehrwartin kann bei so manchen Sprüngen gar nicht hinsehen, wenn die Jungs und Mädchen in vollem Karacho mit ihren Allerwertesten auf der Wasseroberfläche aufplatschen.

Doch wie man weiß, kennen Indianer und eben auch Mitglieder der Jugendfeuerwehr keine Schmerzen. „Nö, das tut nicht weh“, bestätigt der neunjährige Felix von der Jugendfeuerwehr Hatzbach nach seiner Popo-Bombe vom Dreier.

Er gibt den anderen Wagemutigen auch gleich noch den Tipp, ordentlich Anlauf zu nehmen. Sonst habe man für eine „schöne Arschbombe“ zu wenig Schwung.
Ja, der Spaßfaktor am Sonntag war für alle Beteiligten hoch, als der Stadtallendorfer Jugendfeuerwehrwart Falk Meier zum „Arschbombenwettbewerb“ geladen hatte.

Rund 30 Kinder und Jugendliche waren gekommen, obwohl die tropischen Temperaturen eher nach draußen gelockt hätten. Nichtsdestotrotz waren auch ein paar Kinder dabei, die noch nicht zu den 80 aktiven Mitgliedern der Stadtallendorfer Jugendfeuerwehren gehören.

Jury macht es den Teilnehmern nach

Und genau die sind neben dem Spaß für die kleinen Kameraden auch das Ziel der Veranstaltung: „Wir sind zwar gut aufgestellt, aber wir freuen uns, immer neue Mitglieder für die Jugendfeuerwehr zu gewinnen“, betonte Meier. Schließlich sei es schwierig, alle vom zehnten bis zum 17. Lebensjahr zu halten, bis sie dann in die Einsatzabteilung wechseln.

Stadtrat Otmar Bonacker, der mit seinem Magistratskollegen Hans-Jürgen Back, Kreisjugendfeuerwehrwartin Karina Gottschalk und deren Stellvertreter Heiko Paul in der Jury saß, lobte die Aktion: „In der Feuerwehr Stadtallendorf findet eine hervorragende Kinder- und Jugendarbeit statt.

Wolfgang Sonntag zum Beispiel besucht alle Kindergärten und das legt den Grundstock für den Nachwuchs“, betonte Bonacker. Während er das Wasser scheute, zeigten die anderen Jury-Mitglieder, was wichtig ist in der Feuerwehr: Mut und Zusammenhalt. Kurzerhand schlüpften sie in die Badehosen und absolvierten unter dem Jubel der Kinder einige Arschbomben.

"Ein toller Tag“, freute sich Falk Meier nach der Siegerehrung, bei der natürlich keiner leer ausging. Erfolgreich war der Tag auch. Denn Sieger Jamy Cancedda, der bislang noch nicht Mitglied ist, überlegt nun, auch in die Jugendfeuerwehr einzutreten.

von Nadine Weigel