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Weniger Nutzwert, weniger Geld

Prämienmarkt Kirchhain Weniger Nutzwert, weniger Geld

Die Stadt Kirchhain wird künftig beim Prämienmarkt kräftig auf die Ausgabenbremse drücken. Das teilte Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) im Gespräch mit dieser Zeitung mit.

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Ein schöner Kuh-Rücken kann auch entzücken. Beim Kirchhainer Prämienmarkt wird unter anderem die schönste Kuh prämiert.

Quelle: Archiv

Kirchhain. Personal-, Sach-, und Organisationsleistungen eingerechnet, habe sich die Stadt den traditionsreichen Prämienmarkt, dessen Kern die Kreistier- und Agrarschau ist, in der Vergangenheit bis zu 50.000 Euro kosten lassen. Dieser enorme Aufwand für eine nur halbtägige Veranstaltung sei nicht mehr zu rechtfertigen, sagte der Kämmerer, der zugleich den fehlenden Freizeit- und Nutzwert für die Kirchhainer Bürger beklagte. Früher habe es 30 bis 40 Rinderzüchter in Kirchhain gegeben, heute seien dies nur noch vier. Und die Bürger fühlten sich vom Prämienmarkt, der in früheren Jahrzehnten volksfestähnlichen Charakter besaß, schon lange nicht mehr angezogen, sagte Kirchner.

Hoffest-Vorschlag fällt durch
Die Stadt habe den Zuchtverbänden die Einbindung eines Hoffestes in die Kreistierschau vorgeschlagen, um das Ereignis für Besucher attraktiver zu gestalten. Dazu habe Kirchhain auch schon feste Zusagen von einigen Landwirten bekommen. Die Züchter hätten das Hoffest allerdings abgelehnt, bedauerte Kirchner.

Die Stadt Kirchhain, die mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf als Veranstalter dieser Leistungsschau heimischer Rinder-, Pferde-, Schaf- und Ziegenzüchter ist, reduziert ihr Engagement für dieses Ereignis künftig auf 10.000 Euro. Darin sind so Jochen Kirchner, Sach- und Personalleistungen im Wert von 5.000 Euro enthalten, die wesentlich vom Bauhof für die Vorbereitung des Geländes beim Festmarkt erbracht werden. 5.000 Euro fließen in die Prämienmarktkasse. Der Landkreis beteiligt sich ebenfalls mit 10.000 Euro.

von Matthias Mayer

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