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Wenige Helfer rackern für großes Fest

Heidelbeertanz Wenige Helfer rackern für großes Fest

Feste zu feiern ist schön, Feste vorzubereiten dagegen beinharte Arbeit. So hat der TSV Rauschenberg für den am Wochenende stattfindenden Heidelbeertanz gleich sechs Aufbautage angesetzt.

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Tanzen auf einem soliden Fundament: Mitglieder des TSV Rauschenberg justieren das Balkengerst für den acht mal zehn Meter großen Tanzboden auf dem Festplatz an der Rauschenberger Schlossruine.

Quelle: Matthias Mayer

Rauschenberg. Ein Traktor fährt mit Volllast den steilen Zufahrtsweg hinauf, einen schweren Getränkepavillon-Anhänger am Haken. Couragiert wie routiniert lenkt der Fahrer das voluminöse Gespann mit Schwung auf das ebenso steile wie schmale letzte Wegstück hinauf zur Ruine. Obwohl links und rechts des Anhängers nur wenige Zentimeter Platz bleiben, bringt der Schlepperfahrer die Last ohne Kratzer nach oben. Wenige Augenblicke später hat der Getränkepavillon seine Parkposition erreicht.

Derweil kündet das Aufheulen einer Kettensäge von Aktivitäten auf dem unterhalb der Ruine gelegenen Festplatz. Ein Aufbauhelfer schneidet einen Baumstamm in Scheiben. Diese sollen als Fundament für den hier aufzubauenden Tanzboden dienen. Sieben Männer werkeln hier, allesamt Angehörige der Generation 50 plus: Bernd Seibert, Klaus Pilgrim, Horst Siegert, Dieter Braun, Gerhard Vaupel, Gerd Bäsler und Herbert Schleiter. Sie räumen einen auf Stelzen ruhenden Holzschuppen leer, der den Musikern am Wochenende als Bühne dienen wird.

Die Männer sind offenbar alle vom Fach; ohne viele Worte zu wechseln, schrauben sie Balken zusammen, richten sie mit Hilfe der Richtlatte aus, legen Holzscheiben unter und bringen so die selbstgebaute Konstruktion in die Waagrechte. Dass alles so reibungslos klappt, kommt nicht von ungefähr. „Wir haben vor fünf Jahren die Ausrichtung des Heidelbeertanzes vom Männergesangverein übernommen und damals alle Details fotografiert und Skizzen angefertigt. Wer zwei oder dreimal beim Aufbau mitgeholfen hat, hat den Ablauf und die Einzelheiten verinnerlicht“, verrät Herbert Schleiter das Geheimnis des zügigen Aufbaus.

Wer beim Aufbauen mithelfen möchte, ist herzlich willkommen. Gearbeitet wird heute und morgen ab 17.30 Uhr und am Freitag ab 10 Uhr. Am Samstag werden die restlichen Arbeiten ab 10 Uhr erledigt. Gefeiert wird natürlich auch. Am Samstag spielt eine Kapelle ab 20 Uhr Tanzmusik. Am Sonntag beginnt das Festprogramm um 13.30 Uhr mit einem Freiluftgottesdienst auf dem Festgelände. Anschließend gibt es Kaffee und Heidelbeerkuchen. Für Unterhaltung sorgen die Trachtentanzgruppe Rauschenberg und der Posaunenchor Schwabendorf. Abends klingt das Fest mit Tanzmusik aus. Am Montag sind wieder fleißige Helfer gefragt: Ab 9 Uhr wird das Fest-Inventar abgebaut und eingelagert – bis zum nächsten Jahr.

von Matthias Mayer

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