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Ostkreis Weiteres Stockwerk scheint unrealistisch
Landkreis Ostkreis Weiteres Stockwerk scheint unrealistisch
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17:58 25.04.2017
E.on Mitte und die Post sind in dem Gebäude angesiedelt – und müssten einer maßgeblichen Veränderung zustimmen.Foto: Florian Lerchbacher
Stadtallendorf

Eine Aufstockung des Stadtallendorfer Postgebäudes, um Wohnraum zu schaffen, hatte die CDU-Fraktion in der Februar-Sitzung der Stadtverordnetenversammlung aufs Tapet gebracht und einen Prüfantrag gestellt. Der Magistrat hat sich des Themas angenommen und teilt auf Anfrage dieser Zeitung durch Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) mit: „Die Umsetzung wäre mit erheblichem und, vor allem, wirtschaftlich nicht vertretbarem Aufwand verbunden.“

Gleich mehrere Gründe führt der Rathauschef an, warum er es nicht für sinnvoll hält, ein zusätzliches Stockwerk auf das Postgebäude zu bauen und als Wohnflächen anzubieten. Angefangen damit, dass der Bebauungsplan aus dem Jahr 1978 beinhaltet, dass das Grundstück nur zweigeschossig bebaut werden darf - was bereits der Fall ist. Zudem wären neben brandschutzrechtlichen Auflagen auch die Anforderungen der Energieeinsparverordnung zu erfüllen, was letztlich in einer Komplettsanierung des Gebäudes münden müsste: „Wir würden dann nämlich nicht mehr dem Bestandsschutz unterliegen“, erläutert Somogyi.

Doch grundsätzlich sei schon nicht klar, ob die statische Tragfähigkeit gegeben ist und die baurechtlichen Änderungen umgesetzt werden könnten. Noch dazu wäre nur der hintere Teil des Gebäudes aufstockbar, da im vorderen Teil ein Lichthof, Dachkuppeln, das Belichtungs­pultdach und die Belichtung des zweiten Geschosses eine Aufstockung verbieten. „Die verbleibende Grundfläche der so zur Aufstockung möglichen Fläche beträgt etwa 540 Quadratmeter. Treppenhäuser ohne Aufzugsanlage befinden sich jeweils an den Stirnseiten des hinteren Gebäudeteils und verringern diese Fläche um circa 50 Quadratmeter“, heißt es weiter im Kommentar zum CDU-Prüfantrag.

Aber damit nicht genug: Somogyi glaubt auch nicht daran, dass ein zusätzlicher Stock für Mieter attraktiv wäre. Das Gebäude werde schließlich gewerblich genutzt und im Untergeschoss befinde sich eine Umschlagstation für Pakete - was regen Lastwagen-Verkehr mit sich bringe: „Das ist nicht unbedingt förderlich für eine Wohnbebauung.“

Und auch die vertragsrechtlichen Überprüfungen veran­lassen den Bürgermeister nicht dazu, die Idee der Aufstockung aufzugreifen und gutzuheißen: Der Vermieter dürfe schließlich nur baurechtliche Veränderungen vornehmen, wenn der Mieter zustimmt. Noch dazu dürften der betriebliche Ablauf „nicht oder nur unwesentlich“ beeinträchtigt werden.

Doch Somogyi will es sich auch nicht mit den jetzigen Mietern, der Post und der E.on Mitte, verscherzen: Mit der „Deutsche Post Immobilien GmbH“ bestehe ein Vertrag, der mit einer Frist von zwölf Monaten zum Ende eines Monats kündbar sei. Mit E.on bestehe ein Vertrag, der bis mindestens 21. Dezember 2021 laufe - noch dazu habe der Mieter die Möglichkeit, selbigen zweimal um fünf Jahre zu verlängern.

„Jetzt haben wir wenigstens das ganze Gebäude belegt und gute Mietverträge“, stellt der Bürgermeister heraus. Eine „unkalkulierbare Kündigung“ sei bei einer Aufstockung des Hauses nicht auszuschließen. Sollte beispielsweise die Post ihren Vertrag kündigen, würden der Stadt jährlich 90000 Euro an Einnahmen fehlen.

von Florian Lerchbacher

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