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Weiter Wirbel um Straßen

Amöneburg Weiter Wirbel um Straßen

Die geplante Sanierung der Straßen in Amöneburgs Kernstadt sorgte auch in der Stadtverordnetenversammlung für Diskussionen.

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An einigen Stellen der Altstadtstraßen, die saniert werden sollen, gibt es bereits Bürgersteige.

Quelle: Florian Lerchbacher

Amöneburg. Amöneburgs Straßen halten Bürger und Politiker in Atem: Die Stadtverordneten versahen die Sanierung der Altstadtstraßen im Haushaltsplan mit einem Sperrvermerk (die OP berichtete). Außerdem stimmten sie einem Antrag der CDU zu, in dem die Fraktion eine Verbesserung der Informationspolitik gegenüber Anliegern und städtischen Gremien fordert. Des Weiteren beauftragten die Stadtverordneten den Magistrat, Einvernehmen über die Errichtung von Bürgersteigen mit Anliegern und Ortsbeirat herzustellen.

Seit Wochen gibt es in Amöneburg Diskussionen über die Sanierung. Die Bürger wehren sich gegen Bürgersteige und die geplante Einbahnstraßenregelung (die OP berichtete). Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg indes verteidigt die Pläne mit der Begründung, dass es nur so Fördermittel in Höhe von 183.000 Euro gebe. Da ein Hauptgrund für den schlechten Zustand der Straßen der Busverkehr zur Stiftsschule sei, suchte er das Gespräch mit dem Bistum, um dieses dazu zu bewegen, Geld zur Errichtung der Bürgersteige beizusteuern (die OP berichtete) – diese zusätzliche Förderung wolle die Stadt an die Anlieger weitergeben, die für die Mehrkosten aufkommen müssen.

„Für die Anlieger ist die Belastung groß: Über 40 Busse fahren täglich durch die engen Straßen“, sagte SPD-Vorsitzender Diethelm Reinmüller und ergänzte: „Damit die Busse weiterfahren können, wäre eine dickere Splittdecke vonnöten.“ Dies würde ebenso wie der Bau von Bürgersteigen Mehrkosten für Bürger bedeuten, die man ihnen nicht aufbürden dürfe. Hartmut Weber (AWG) kommentierte, dass die Bürger dies erst seit der vergangenen Bauausschusssitzung wüssten. Auch er kritisierte die Informationspolitik, während der Bürgermeister selbige verteidigte und an eine Anliegerversammlung und weitere Treffen erinnerte.

von Florian Lerchbacher

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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