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Ostkreis Wegebau und Aufforstungen stehen im Fokus
Landkreis Ostkreis Wegebau und Aufforstungen stehen im Fokus
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18:38 18.02.2013
Rund 30 000 Euro an Fördermitteln gibt es vom Land für den Wegebau im Wald.Foto: Lerchbacher
Neustadt

In diesem Jahr will HessenForst die letzten Sturmschäden im Neustädter Wald aufarbeiten: Noch sieben Hektar stehen aus, dann können Kyrill und Co. ad acta gelegt werden. Allerdings ist dies nicht nur im Wald sondern auch in den Finanzen sichtbar, denn die Gewinne in diesem Bereich gehen deutlich zurück. Rund 500000 Euro nahm die Stadt in den Jahren 2011 und 2012 ein, im vergangenen Jahr waren es rund 200000 Euro - was immer noch weitaus mehr als erwartet war: Die Holzpreise seien erfreulich gewesen, zudem habe die Stadt mehr Holz verkauft als eingeschlagen (rund 1700 Festmeter), berichtet Revierförster Klaus Schild und freut sich über den Absatz von 2000 Festmetern sowie 1000 Kubikmetern Energieholz, die aus dem Vorjahr noch vorrätig gewesen waren.

In diesem Jahr rechnet die Stadt mit rund 100000 Euro Gewinn - ein Wert, mit dem Bürgermeister Thomas Groll durchaus leben kann: Der Rückgang sei nachvollziehbar und einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung geschuldet, erklärt er, erinnert daran, dass die Stadt einst in den 90er Jahren sogar noch Miese mit dem Wald machte und betont: „Unsere kommunalen Waldflächen haben ökologische, ökonomische und Freizeitfunktion. Raubbau werden wir nicht betreiben. Es ist unsere Aufgabe, den Wald auch für kommende Generationen zu erhalten.“ Für den Notfall gibt es inzwischen auch eine Forstrücklage in Höhe von 100000 Euro: „Die Revision sieht dies zwar nicht gerne, wir wollen aber trotz unseres defizitären Haushalts durchhalten. So haben wir eine Rücklage, auf die wir im Notfall zurückgreifen können, denn das Wichtigste beim Wald ist die Nachhaltigkeit. Die Gefahr, dass wir den Wald vernachlässigen, besteht nicht“, betont Groll.

Im vergangenen Jahr setzte HessenForst 23000 Bäume in Neustädter Wald, unter anderem 7000 Buchen, 2500 Eichen, 1300 Fichten, 4500 Douglasien und 700 Küstentannen - wobei die beiden letztgenannten Arten eigentlich in Nordamerika heimisch sind. Während der Stürme seien viele Fichten umgefallen, sagt Schild und ergänzt, sie seien zudem anfällig für den Klimawandel: „Wir wollen den Nadelholzanteil beibehalten. Douglasien und Küstentannen haben ein schnelles Wachstum und gelten als stabiler als Fichten.“

Neben der Wiederaufforstung steht in diesem Jahr der Wegebau im Fokus: Das Land stellt rund 30000 Euro zur Verfügung, der Anteil der Stadt beläuft sich auf etwa 6000 Euro. Der größte Teil soll im Momberger Wald investiert werden.

von Florian Lerchbacher

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