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Wechsel irritiert die Sportlerinnen

Aquajogging Wechsel irritiert die Sportlerinnen

Die Frauen des freitäglichen Aquajogging-Kurses im Stadtallendorfer Hallenbad fühlten sich am Freitag vor einer Woche überrumpelt.

Stadtallendorf. Statt des seit Jahren vertrauten Schwimmbad-Mitarbeiters der Stadt leitete plötzlich ein Betreuer des Vereins „Burki“ den Kurs. „Was uns ärgert ist vor allem die Tatsache, dass es keine Vorankündigung für die Veränderung gab“, schildert eine Teilnehmerin. „Burki“ ist Kirchhainern schon seit längerem ein Begriff. Der Verein bietet im Kirchhainer Hallenbad Kurse in den Gebieten Aquajogging oder Rehasport im Schwimmbad an.

Umorganisation macht Änderung nötig

Nach den Berichten der langjährigen Teilnehmerin sehen die Kursbesucher nun die Gefahr, dass ihr Aquajoggingkurs zu einer Rehasport-Veranstaltung wird, für die auch noch ein Rezept nötig sein könnte. Das wöchentliche Aquajogging habe für sie und die vielen anderen Teilnehmer vor allem der Fitness gedient. „Und es war gut, dass man nicht immer regelmäßig teilnehmen, sondern auch mal aussetzen konnte“, erläutert die verärgerte Stadtallendorferin. Zwischen 15 und 20 Teilnehmerinnen seien es bisher immer gewesen, die freitags am Spätnachmittag an dem Angebot teilgenommen hätten. „Am liebsten wäre es uns, wenn die Änderung rückgängig gemacht wird“, wünscht sie sich.

Danach sieht es aber nicht aus. Giselher Pontow, Betriebsleiter der Stadtwerke, spricht auf Nachfrage dieser Zeitung von einer „Umorganisation des Bäderbetriebs“, die zu der Versetzung des Mitarbeiters geführt habe. Konkretere Angaben könne er dazu aus rechtlichen Gründen nicht machen. Kurzfristig hätten sich die Stadtwerke für ein Engagement des Vereins „Burki“ entschieden. „Dessen Angebot ist zudem deutlich qualifizierter als das, was wir bisher anbieten konnten“, erläutert der Betriebsleiter der Stadtwerke. Er betont, dass von der Veränderung nur der Freitagskurs Aquajogging betroffen ist. Beim Mittwochsangebot bleibt alles wie bisher.

Der bisher für den Freitagskurs verantwortliche Mitarbeiter hatte allerdings auch eine besondere Qualifikation für Aquajogging-Kurse erworben. Beim „Burki“-Angebot sollen jetzt noch höher qualifizierte Trainer oder Physiotherapeuten den Freitagskurs leiten. „Die bisheriger 50er-Karte Aquajogging wird es jetzt nicht mehr geben“, erläutert Pontow weitere Veränderungen. Er verweist aber auch darauf, dass Teilnehmer in Zukunft für die Kurskosten einen Zuschuss ihrer Krankenkasse gewährt bekommen können. „Das einzige, was wir davon haben werden, ist der Eintritt, den die Teilnehmer für das Hallenbad zahlen“, ergänzt der Betriebsleiter.

von Michael Rinde

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