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Wasserleitung bremst Straßenbauer

neue Trasse Wasserleitung bremst Straßenbauer

Gut ein Jahr nach Baubeginn neigen sich die Arbeiten an der neuen Trasse für die Kreisstraße 92 in Stadtallendorf dem Ende entgegen. Insgesamt werden dort 5,75 Millionen Euro verbaut.

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Noch haben die Bagger und die Randstein-Setzer am neuen K-92-Kreisel Müllerwegstannen/ Rheinstraße direkt vor Ferrero das Sagen. Ab dem 22. November soll mit der Asphaltierung der neuen Kreisstraße begonnen werden.

Quelle: Matthias Mayer

Stadtallendorf. Die alte Trasse der Kreisstraße 92 (Rheinstraße) durchschneidet das Ferrero-Werksgelände. Sie bindet das vom Wald umgebene DAG-Gebiet an die Innenstadt an. Die neue Trasse umgeht das Ferrero-Gelände weiträumig in westlicher und südlicher Richtung und wird deshalb auch Ferrero-Umgehung genannt. Die Trasse, deren nördlicher Teil bereits befahrbar ist, biegt in Höhe des Musikerviertel rechts von der Rheinstraße ab, führt mitten durch den Wald und stößt an der Warthestraße auf das DAG-Gebiet. Dort knickt die Straße nach links ab und mündet am südlichen Ende des Ferrero-Geländes wieder in die Rheinstraße ein. In diesem Teilstück sind die Bauarbeiten noch im vollem Gange, und sie werden auch nicht, wie ursprünglich vorgesehen, bis Ende November abgeschlossen sein.

Eine Wasserleitung machte den Straßenbauern einen Strich durch die Rechnung. Die Leitung sollte unter dem neuen Kreisverkehr an der Einmündung der neuen Straße in die Straße Müllerwegstannen durchgeführt werden. Dort stießen die Straßenbauer im Erdreich jedoch auf ein Wirrwarr von Stromkabeln und Leitungen, die zum Teil in keinem Plan verzeichnet sind. Das erklärte Rainer Mitze, Projektleiter für die K 92 vom Amt für Straßenbau und Verkehrswesen in Bad Arolsen (ASV), im Gespräch mit dieser Zeitung. Mehrere Suchschächte wurden gegraben, immer wieder tauchten neue Hindernisse auf. Eine alternative Linie für die Wasserleitung scheiterte an den Erfordernissen des Ferrero-Werksverkehrs, ehe doch noch eine Lösung gefunden wurde, erläuterte Mitze das Problem.

Ab dem 22. November solle mit den Asphaltierungsarbeiten begonnen werden. Wenn das Wetter mitspiele, könnten diese bis zum 6. Dezember abgeschlossen sein. Der 6. Dezember wurde bereits im August als Termin für die offizielle Verkehrsfreigabe vorgesehen. „Dann wird diese Straße mit ziemlicher Sicherheit noch nicht fertig sein. Fahrbahnmarkierungen, Beschilderung und Leitplanken dürften noch Fehlen“, erklärte der Straßenplaner. Wenn das Wetter mitspiele, könnten diese Restarbeiten bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

Wegen der großen Bedeutung, die die neue Straße für den innerstädtischen Verkehr haben wird, hatte das Stadtallendorfer Stadtparlament auf Antrag der CDU-Fraktion den Magistrat aufgefordert, mit den Straßenplanern vom ASV wegen einer Optimierung der Straße Kontakt aufzunehmen. Nach einer Ortsbegehung durch Mitglieder des des Bauausschusses plädierten die Parlamentarierer besonders für eien durchgängige Beleuchtung am kombinierten rad-/Fußweg entlang der Warthestraße bis zur Rheinstraße, eine Weiterführung des Fußweges entlang der K 92 bis zur Einmündung in die Rheinstraße und eine bessere Absicherung des Fußweges entlang der K 92 in den steilen Böschungsbereichen.

Letzteres ist inzwischen geschehen. Und gegen eine durchgehende Beleuchtung gebe es, so signalisierte Mitze gegenüber der OP, wohl keine Einwände. Leerrohre für Stromkabel seien bereits verlegt. Die Verlängerung des Fußweges bis zur Rheinstraße sei durch die Einbebeziehung eines dortigen Forstweges bereits gewährleistet.

von Matthias Mayer

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