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Warten auf Schnee

Stadtallendorfer Schlittenhundeführer will zur WM Warten auf Schnee

Gringo, Vermont, Valesco und Cheyenne fangen an zu jaulen, als die Türen zum Transportcontainer geöffnet werden. Sie wissen: Gleich können sie ihren Bewegungsdrang ausleben.

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Die Huskies Gringo und Vermont ziehen Friedhelm Splitter mit voll Fahrt durch den Herrenwald. Das Gespann erreichte bei den Deutschen Meisterschaften Rang drei. Foto: Matthias Mayer

Stadtallendorf. Die vier Huskies der Stadtallendorfer Familie Splitter kommen als Leistungssportler bei Schlittenhunderennen zum Einsatz. Nur an Schlitten ist bei 6 Grad plus nicht zu denken. Gespannführer Friedhelm Splitter belädt mit Hilfe seiner Tochter Tanja den Anhänger mit dem Gespann-Wagen und mit dem Roller, während Ehefrau Gerlinde die bereits elfjährigen Valesco und Cheyenne noch an den Leinen hält. „Bei Wettkämpfen werden sie mit Rücksicht auf ihr Alter nicht mehr eingesetzt, bei Trainingsfahrten sind sie aber noch dabei“, erklärt Gerlinde Splitter. Das bedeutet für Tochter Tanja, dass sie derzeit keine Wettkampf-Hunde hat, denn mit den Jüngeren Gringo und Vermont ist ihr Vater unterwegs.

Und das erfolgreich. Bei der Deutschen Meisterschaft „off Snow“ im fränkischen Reisenbach erreichte er in der Kategorie Scooter mit zwei Hunden über 6,3 Kilometer den dritten Platz und in der Gesamtwertung Rang 19.

Was dem leidenschaftlichen Gespannführer fehlt, ist der Schnee. Mangels Schnee ließ die Familie die geplanten Trainingslager im Schwarzwald und im Bayerischen Wald sausen. Das tut weh, denn Friedhelm Splitter möchte sich gern am 1. und 2. Februar bei den Deutschen Meisterschaften in Inzell für die Weltmeisterschaften qualifizieren, die zwei Wochen später in Kandersteg stattfinden. Für dieses Ziel wären Trainingskilometer auf Schnee hilfreich.

So lange es diesen nicht gibt, kann man den 58-Jährigen mit seinen Hunden noch auf einem Rundkurs im Herrenwald erleben.

von Matthias Mayer

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