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Wanderungen voller Abwechslung

Volkswanderung Wanderungen voller Abwechslung

Die Volkswanderung in Neustadt ist bei den Wandervereinen beliebt: Entsprechend verzeichneten die Neustädter bei ihrer Veranstaltung am Wochenende rund 800 Teilnehmer.

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Am Ende des tages ehrten die Neustädter die Vereine mit den meisten Teilnehmern.Foto: Klaus Böttcher

Neustadt. „Die Strecke war gut, und das Wetter muss man nehmen wie es kommt“, sagt Rudolf Wanner und zieht genüsslich an seinem Zigarillo. Er kommt aus Volkach und ist mit den Würzburgern in einem kleinen Bus angereist. „Im Winter kommen wir mit einem großen Bus“, verspricht er und ergänzt: „Wir sind immer hier.“ Mit „Winter“ meint er die traditionelle Winterwanderung der Neustädter Wanderfreunde, die am Sonntag, dem 2. Dezember, stattfindet.

So wie die Gruppe um Rudolf Wanner kommen einige Wandervereine oder -gruppierungen regelmäßig mit dem Bus in die Junker-Hansen-Stadt, um an den Wanderungen der Neustädter teilzunehmen. Das liegt zum großen Teil daran, dass die Neustädter Wanderfreunde auch regelmäßig zu auswärtigen Wanderungen fahren, aber auch an der guten Organisation und der angenehmen Atmosphäre. Noch dazu suchen die Gastgeber immer sehr ansprechende Strecken aus, die Abwechslung zwischen Feld und Wald bieten.

„Ich habe heute die Zehner gemacht“, erzählt Rudolf Wanner - der sich also für die mittlere Strecke entschieden hatte, allerdings war die laut Veranstalter elf Kilometer lang. Im Angebot waren auch noch Strecken von 6 und von 20 Kilometer Länge. Am beliebtesten war bei der 33. internationalen Volkswanderung in Neustadt jedoch die mittlere Strecke.

Alle Strecken führten in Richtung der Stadtteile Momberg und Mengsberg. Wer die weiteste Route nahm, hätte in Mengsberg vielleicht dem Schirmherrn der Veranstaltung begegnen können, denn diese Position hatte Ortsvorsteher Karlheinz Kurz übernommen. Er hob während der Siegerehrung noch einmal hervor, dass auch seine Heimat einen Sieg davongetragen habe - den beim Landesentscheid des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“. Zudem sprach er vom „touristischen Wert seines Dorfes“ - einem Thema, dem sich auch der Schirmherr der Winterwanderung, Mombergs Ortsvorsteher Jörg Grasse, und Neustadts Bürgermeister Thomas Groll annahmen.

„Was macht eigentlich ein Schirmherr?“, wurde Karlheinz Kurz gefragt. Seine Antwort lautete: „ Ich habe nichts gemacht, da kann ich auch nichts falsch machen.“ Dem widersprach der oberste Neustädter Wanderfreund, Ludwig Nothvogel, vehement: „Der Schirmherr ist für das Wetter zuständig und das hat er gut gemacht.“

Auszeichnungen erhielten die Vereine mit den meisten Teilnehmern: IVV-Wertung: Wölfershausen (51 Teilnehmer), Hatzbachtal und Hühnfeld/Ohmen (jeweils 40), Winterstein in Thüringen (38) sowie Großseelheim und Merzhausen (je 26).

EVG-Wertung: Niederklein (15), Niedergleen und Schröck (je 13). Neustädter Wertung: Feuerwehr (23), VfL (20), Jugendblasorchester (16), Bürgerwehr (15).

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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