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Ostkreis Wandern für eine Welt ohne Gentechnik
Landkreis Ostkreis Wandern für eine Welt ohne Gentechnik
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19:45 10.07.2009
Die Wanderer rüsten sich für die tägliche Etappe. Quelle: Muth

Speckswinkel. Kaum ertönt die Pfeife von Josef Wilhelm, kommt Bewegung in die Gruppe: Auf dem Hof einer Kelterei in Speckswinkel werden Rucksäcke geschulter, Wanderstöcke in die Hand genommen und gelbe Heliumballons an den Rücksäcken befestigt. Am 18. Juni startete eine Gruppe um Initiator Wilhelm in Berlin. Über insgesamt 38 Etappen führt der „Marsch für eine gentechnikfreie Welt“ nach Brüssel – dort sollen Unterschriftenlisten an den EU-Präsidenten übergeben werden.

Wilhelm, der selbst seit 37 Jahren ökologische Landwirtschaft betreibt, will „aktiv sein, aber nicht verbissen gegen etwas kämpfen“. Von kämpferischer Stimmung ist bei den Teilnehmern des Marsches nichts zu spüren: Etliche wandern die gesamte Strecke mit und übernachten in Zelten und Wohnmobilen. Andere unterstützen die Initiative durch die Teilnahme an einer der Tagesetappen. „Viele Menschen denken, wir seien eine Demonstration“, so Wilhelm, „ich bezeichne es lieber als eine ,Fürstration’, weil wir nicht gegen etwas kämpfen, sondern uns für eine gentechnikfreie Welt einsetzen."

von Christina Muth

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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Steffen Borger ist einer von 25 Stadtallendorfer Soldaten, die in rund zehn Tagen am Nimwegen-Marsch in Holland teilnehmen. Vier Tage dauert die Veranstaltung, zu der rund 40.000 Wanderer erwartet werden. Dort gilt es dann, täglich 40 Kilometer mit 10 Kilo Marschgepäck auf dem Rücken hinter sich zu bringen. „Ab Kilometer 30 fragt man sich manchmal, warum man sich das antut. Sobald die Ziellinie überschritten ist, weiß man es wieder, denn es kommt ein Gefühl des Stolzes auf die Leistung auf, und eine Last fällt ab“, erklärt Oberleutnant Tobias Ehlke, der die Gruppe anführt.

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