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Von ganzem Herzen Fußballer und Sänger

Bundesverdienstkreuz Von ganzem Herzen Fußballer und Sänger

Für sein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement wurde Heinrich Klingelhöfer aus Niederwald mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

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Heinrich Klingelhöfer (Zweiter von links) nahm das Bundesverdienstkreuz aus den Händen von Thomas Schäfer (rechts) und Robert Fischbach entgegen. Für seine Ehefrau Annemarie gab es Blumen.Foto: Heiko Krause

Niederwald. „Es ist schon äußerst ungewöhnlich, was er in Niederwald geleistet hat“, sagte Landrat Robert Fischbach über Heinrich Klingelhöfer. Während einer Feierstunde ehrten Fischbach und der hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (CDU) den Niederwalder, der sich mit außergewöhnlichem Engagement für Vereine in seiner Heimat verdient gemacht hatte.

Schäfer hob hervor, dass der Geehrte in allen Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit nie einer von denen gewesen sei, der sich auf seinen Lorbeeren ausgeruht habe. Er habe sich zum Beispiel für „seinen“ VfR Niederwald eingesetzt, als dieser am Abgrund stand: Im Jahr 2009 hatte sich niemand bereiterklärt, dem Verein vorzustehen - für Klingelhöfer war es eine Selbstverständlichkeit, in dieser Zeit der Not einzuspringen.

Bis Anfang dieses Jahres führte Klingelhöfer den Verein, dessen Vorsitzender er bereits von 1972 bis 1987 war. Zuvor hatte er von 1966 bis 1968 als Kassierer fungiert.

Von 1974 bis 1984 war der Geehrte stellvertretender Kreisfußballwart in Marburg, von 1984 bis 1996 stellvertretender Bezirksfußballwart und bis 2008 Bezirksfußballwart Gießen-Marburg. Auf Bezirksebene war Klingelhöfer Klassenleiter von Bezirksligen, Bezirksoberligen und Landesligen. Darüber hinaus war er von 1979 bis 1988 Mitglied im Vorstand des Sportkreises Marburg, danach bis 2008 stellvertretender Vorsitzender - seitdem ist er Ehrenmitglied.

Neben dem Sport gehört Heinrich Klingelhöfers Leidenschaft der Kultur. So war er über mehrere Jahre Kassenprüfer, Kassierer, Schriftführer und Zweiter Vorsitzender des Männergesangvereins 1884 Niederwald. Von 1992 bis Anfang des Jahres war er erster Vorsitzender und setzte sich für die Beteiligung des Vereins am kulturellen Leben seiner Heimat ein. So leitete er beispielsweise die Festausschüsse zum 100-jährigen Bestehen des Vereins und zur 750-Jahr-Feier von Niederwald.

Auch in der Lokalpolitik war Heinrich Klingelhöfer aktiv. So saß er von 1968 bis 1972 in der Gemeindevertretung der damals noch selbstständigen Gemeinde Niederwald.

Schäfer nannte Klingelhöfer ein glänzendes Beispiel ehrenamtlichen Engagements, an dem sich viele junge Menschen ein Beispiel nehmen sollten, denn leider würden sich immer weniger Bürger in ihrer Freizeit einbringen. Fischbach erinnerte daran, dass es natürlich schwer sei, so viel Arbeit mit Beruf und Familie zu vereinen, aber das habe Klingelhöfer geschafft. Folgerichtig dankte dieser auch zunächst seiner Familie. „Sie war immer mein großer Rückhalt“. Ohne Unterstützung hätte er all seine Projekte nicht verwirklichen können. „Das Bundesverdienstkreuz zu erhalten, das ist einer der größten Momente“, schloss Klingelhöfer sichtlich gerührt.

von Heiko Krause

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