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Von einem Schaf, das etwas anders ist

Lesung Von einem Schaf, das etwas anders ist

Mit besonderen Lese-Aktionen feiert die Gemeindebücherei Bracht ihr zehnjähriges Bestehen. Den Auftakt machte im Rahmen des Marburger Lesefests eine Lesung der Autorin und Illustratorin Miriam Koch.

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Gespannt verfolgten die Kinder der Geschichte des seltsam gestreiften Schafs Fiete, das der sechsjährige Elias im Arm halten durfte.

Quelle: Karin Waldhüter

Bracht. Eine lange Schnur – quer durch die Gemeindebücherei gespannt – und eine riesige Kiste, auf deren Vorderseite ein Leuchtturm prangt, weckt die Neugier der 45 Vorschul- und Grundschulkinder, die sich erwartungsfroh einen Platz auf den bereit gelegten Matratzen, oder auf einem der Stühle im Kleinkind-Format gesucht haben.

„Was denkt ihr, was in der Kiste ist?“, fragt Miriam Koch und hat damit die volle Aufmerksamkeit der Kinder gewonnen. Nach und nach zieht sie verschiedene Gegenstände aus der Kiste, einen Rettungsring, einen Schuh, einen Heißluftballon, einen Cola-Becher und einen Leuchtturm. Eine Gemeinsamkeit haben alle Gegenstände, das erkennen auch die Kinder schnell und tun dies auch laut kund. Alle sind rot-weiß gestreift und werden im Verlauf der Lesung an der langen Schnur, die über den Köpfen der Kinder baumelt, befestigt werden.

Rot-weiß gestreift ist auch Schaf Fiete, Hauptakteur des breitformatigen Buches „Fiete Anders“, das Miriam Koch mitgebracht hat. „Fiete ist anders, das kann man sehen, und Fiete spürt es. Fiete ist einsam“, beginnt die Autorin vorzulesen. Und als eines Tages ein rot-weiß gestreifter Ballon über die Wiese fliegt, folgt Fiete auf der Suche nach einem Artgenossen dem Ballon. Seine Reise führt ihn zunächst in die Stadt und später dann durch Zufall an das Meer. Beim Anblick des rot-weiß gestreiften Leuchtturms weiß Fiete, dass er trotz seines Andersseins hierher gehört.

von Karin Waldhüter

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