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Ex-Stadtallendorfer wird ranghöchster Soldat

Eberhard Zorn Ex-Stadtallendorfer wird ranghöchster Soldat

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) befördert Generalleutnant Eberhard Zorn zum höchsten Soldaten der Bundeswehr. Zorn war über ein Jahr in Stadtallendorf tätig.

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Ein Lächeln für die Kamera: Eberhard Zorn wird neuer Generalinspekteur der Bundewehr.

Quelle: Archivfoto

Stadtallendorf. Zum 1. Mai tritt Eberhard Zorn seine neue Aufgabe als Generalinspekteur an. Zorn leitete zuletzt die Personalabteilung im Bundesverteidigungsministerium. Der 58-Jährige war von Juni 2014 bis Oktober 2015 Kommandeur der in Stadtallendorf beheimateten Division Schnelle Kräfte.

Zorn hielt auch in den vergangenen Jahren den Kontakt nach Stadtallendorf aufrecht. In seine Zeit als Divisionskommandeur fiel auch der Höhepunkt der Flüchtlingskrise samt dem Bau eines Notquartiers auf Bundeswehrgelände.

Nun wird der 58-jährige Heeresgeneral einer der engsten Berater von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Zorn folgt auf Volker Wieker, der im April in den Ruhestand geht. Der Saarbrücker kennt sich auf den Fluren des Bendlerblocks aus. Seit Juli 2017 müht er sich als Personalchef der Bundeswehr im Ministerium darum, die Reihen der Truppe zu füllen und sie attraktiver zu machen.

Seit 40 Jahren bei der Bundeswehr

Zorn wird nun Vorgesetzter von knapp 180 000 Soldaten. Baustellen bei der Truppe gibt es viele. Die Ausrüstung der Bundeswehr gilt als marode, das Beschaffungswesen als schwerfällig, Waffensysteme sind beschränkt einsatzbereit, die Soldaten in mehr als einem Dutzend Einsätzen gefordert.

Aber Zorn bringt reichlich Erfahrung mit. Er ist seit 40 Jahren bei der Bundeswehr. 1978 trat er in die Artillerieschule im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein ein. Er durchlief zahlreiche Verwendungen. Er absolvierte neben der deutschen auch die französische Generalstabsausbildung. Zweimal war er auf dem Balkan im Einsatz. Als Kommandeur der Luftlandebrigade 26 und als Kommandeur der Division Schnelle Kräfte war er dafür verantwortlich, die nötigen Truppen zur nationalen Krisen- und Reaktionsvorsorge zu stellen. Für Führungsaufgaben hat er sich immer wieder empfohlen. "Verantwortung für Menschen zu tragen, ist für mich nie eine Last gewesen, auch wenn es nicht immer leicht ist", sagte er vor kurzem.

"General Zorn steht mit seiner Vita nicht nur für unser Ziel einer Armee der Europäer", teilte von der Leyen am Freitag mit. "Durch seine Erfahrung im Ministerium und sein Wirken als Truppenführer auf allen militärischen Ebenen ist er auch bestens gewappnet, um unsere Streitkräfte in einer schwierigen Zeit zu führen, aber auch zentrale Themen wie Ausbildung und Einsatzbereitschaft weiter voranzubringen."

Zorn ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

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