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Ostkreis Vom Schlossberg in den Schwarzwald
Landkreis Ostkreis Vom Schlossberg in den Schwarzwald
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15:45 24.08.2012
Pfarrer Dr. Gernot Schulze-Wegener nimmt am morgigen Sonntag Abschied von der Stadtkirche und der Rauschenberger Gemeinde. Foto: Alfons Wieber
Rauschenberg

In der Rauschenberger Stadtkirche wird er ab 18 Uhr zum letzten Mal mit seiner Gemeinde den Gottesdienst feiern. Anschließend haben Gemeinde und Gäste bei einem Empfang in der nahegelegenen Kita Mäuseburg die Gelegenheit, sich von dem beliebten und geachteten Pfarrer persönlich zu verabschieden.

Im Pfarrhaus deutet schon alles auf das bevorstehende Ereignis hin. Ganze Stapel von Umzugskartons warten darauf, mit dem, was sich in der Familie in den vergangenen 13 Jahren so alles angehäuft hat, gefüllt zu werden. Denn schon am Montag stehen die Möbelwagen vor der Tür, um am Dienstag die Wohnungseinrichtung und das Mobiliar der Familie nach Auggen in der Nähe von Freiburg im Breisgau zu bringen.

Dass die Familie das idyllisch gelegene Pfarrhaus verlassen und viele gute Nachbarn und Freunde zurücklassen muss, bedauert der Geistliche sehr. Entschädigt wird er dadurch, dass er dort, wo andere Urlaub machen, seine neue Pfarrstelle antritt. Für ihn und seine Familie ist es trotzdem eine lebensgeschichtliche Zäsur. „Unsere Kinder haben ihre Schulzeit hinter sich gebracht. Dies und die neue Verwendung meiner Frau im Pflegedienst in unmittelbar räumlicher Nähe zur neuen Pfarrstelle waren die Gründe für mich, mit 49 Jahren noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen und wieder einen Anfang zu wagen“, freut sich der Seelsorger auf seine Aufgabe, die er am 1. September im Dreiländereck in der Kirchengemeinde Schliengen und Auggen am Fuße des Schwarzwaldes übernimmt. Auf die Termine bis zum Jahresende hat er sich bereits eingestellt, denn das Jahresprogramm hat ihm seine neue Gemeinde zugeschickt.

Geboren wurde Dr. Gernot Schulze-Wegener 1962 in Kassel. Dort und im nahen Zierenberg ist er aufgewachsen. Nach der Reifeprüfung, die er 1981 am Friedrichgymnasium in Kassel ablegte, studierte er von 1981 bis 1988 Theologie in Marburg und in Wien. Nach dem ersten theologischen Staatsexamen 1988 in Marburg leistete er ein zweijähriges Vikariat bei Pfarrer Joachim Teetz an der Universitätskirche ab. Von 1990 bis 1992 arbeitete er als Korrekturassistent im Fachgebiet Systematik an einer Ökumenischen Forschungsstelle. In seiner ersten Pfarrstelle betreute er die Gemeinde Breitenbach bei Kassel. Danach war er bis 1997 Pfarrer in Marburg-Elnhausen.

Ein Lehrauftrag im Fach Ökumene führte ihn bis 1999 wieder zurück an die Marburger Universität, wo er die Zeit fand, seine Dissertation mit dem Titel „Kirche als Basisbewegung“ fertigzustellen und damit zu promovieren.

Seit dem 1. August 1999 ist Dr. Gernot Schulze-Wegener Pfarrer im Kirchspiel Rauschenberg. „Es war eine ausgewogene und schöne Zeit“ sagte er.

Beinahe wäre er Berufsmusiker geworden. Der Pfarrer spielt ausgezeichnet Querflöte, Gitarre und Orgel und hat in Rauschenberg wiederholt konzertiert. „Als Pfarrer findet man immer wieder Menschen, mit denen man Musik machen kann“, weiß Dr. Schulze-Wegener.

Einen Nachfolger für ihn gibt es frühestens zum Jahreswechsel. Bis dahin übernehmen Pfarrerin Anja Fülling (Josbach) für Ernsthausen und Pfarrer Dierk Brüning (Bracht-Schwabendorf) für Rauschenberg und Himmelsberg die Vertretung.

von Alfons Wieber

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