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Vom Schiedsmann bis zum Brandschutz

Stadtverordnetenversammlung Vom Schiedsmann bis zum Brandschutz

"Mantamäßig tiefergelegt" wird Rauschenbergs erstes Fahrzeug für den Katastrophenschutz wahrscheinlich sein. So jedenfalls drückte sich Bürgermeister Manfred Barth am Montag aus.

Rauschenberg. Es wäre nicht das erste Mal im Landkreis gewesen, dass ein neues Feuerwehrfahrzeug nicht in ein altes Gerätehaus passt. Das Rauschenberger Gebäude ist eigentlich groß genug für das LF 10/6 KatS, wie das Fahrzeug für den Katastrophenschutz in Feuerwehrkreisen fachmännisch genannt wird - und doch ist Rauschenberger Gerätehaus zu klein für die Neuanschaffung.

50 Zentimeter Platz müssen laut Unfallverhütungsvorschrift zwischen der Oberkante des Fahrzeuges und der Unterkante der Garage sein. In Rauschenberg wären es nur 15 Zentimeter. „Für diesen Fall kann das Fahrzeug kostenneutral ,tiefergelegt‘ werden“, teilte Bürgermeister Manfred Barth mit, sprach fortan nur noch von „mantamäßig tiefergelegt“ und widmete sich den Kosten: Der Eigenanteile der Stadt belaufe sich beim Kauf im kommenden Jahr auf die erwarteten 75000 Euro , allerdings kämen noch rund 35000 Euro für zusätzliche Ausrüstung hinzu. „Wir übernehmen von alten Fahrzeugen alles, was wir übernehmen können“, betonte der Bürgermeister, gab allerdings zu, dass die Kosten auf diese Art nur um rund 5000 Euro gesenkt werden könnten: „Eine Wärmebildkamera muss zum Beispiel sein. Wenn wir die nicht anschaffen, bekommen wir den Wagen nicht abgenommen“, erklärte er. Bisher hatten die Rauschenberger im Fall der Fälle Unterstützung von den Kameraden aus Kirchhain erhalten.

Derzeit diskutiert der Magistrat die auftretenden Probleme mit der Feuerwehrführung. Nach den Herbstferien soll Klarheit bestehen.

- Ebenfalls noch unklar ist die Höhe der künftigen Abfallgebühren. Gemeinsam mit der Gemeinde Münchhausen hatten die Rauschenberger die Müllentsorgung ausgeschrieben und letztendlich einem der Bewerber den Zuschlag gegeben. Am Montag reichte der Mitbewerber einen Widerspruch ein, daher „dürfen die Konditionen noch nicht öffentlich gemacht werden“, teilte Barth mit. Er geht davon aus, dass sich das Preisniveau beim Restmüll leicht verringere und beim Sperrmüll - der bisher in den Restmüllgebühren enthalten war - eine Halbierung des Preisniveaus anstehe. Bei Bio- und Papierabfall geht der Bürgermeister von einer Verdopplung des Abfuhrpreises aus. Wie sich die Veränderungen auf die Gebühren und somit die Bürger auswirke, könne er jedoch noch nicht sagen.

Sorge um die Grundschule Bracht

- Einstimmig fiel das Votum der Stadtverordneten für einen CDU-Antrag aus, mit dem sie den Magistrat beauftragen, zusammen mit dem Sozialausschuss die Schulleitung, die Brachter Lehrer, die Kindergartenleitung, die Elternvertreter und „Bracht aktiv“ zu einer Gesprächsrunde einzuladen. Ziel soll es sein, ein Konzept beziehungsweise eine Stellungnahme zum Erhalt der Grundschule Bracht zu erarbeiten. Der Schulentwicklungsplan des Kreises sieht eine Schließung der Einrichtung im Jahr 2016 vor, da die Schülerzahl von 35 auf 21 zurückgehen wird. Zunächst wird aus zwei jahrgangsübergreifenden Klassen eine gemacht, in der Schüler das Klassen eins bis vier gemeinsam unterrichtet werden. Aus pädagogischer und finanzieller Sicht soll die Grundschule dann aber geschlossen werden.

- Die Stadtverordneten wählten Ludwig Pigulla wieder zum Schiedsmann der Stadt Rauschenberg und Barbara Hampel zu seiner Stellvertreterin. Die beiden setzten sich in der Abstimmung gegen Helmut Schmid durch, der ebenfalls zur Wahl gestanden hatte.

von Florian Lerchbacher

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