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Vier Kandidaten stellen sich zur Wahl

Bürgermeisterwahl in Rauschenberg Vier Kandidaten stellen sich zur Wahl

Möglicherweise müssen die Rauschenberger Wähler gleich zweimal an die Urne gehen. Sollte eine Stichwahl erforderlich sein, so ist sie für den 28. Oktober geplant.

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Michael Emmerich (CDU, von links), Markus Heeb (SPD), Michael Vaupel (Bündnis 90/Die Grünen) und Anders Arendt (parteilos) kandidieren in Rauschenberg.

Rauschenberg. Gestern um 18 Uhr war es amtlich: In Rauschenberg kandidieren die vier absehbar gewordenen Kandidaten. Damit bewerben sich Michael Emmerich (CDU), Markus Heeb (SPD) und Michael Vaupel (Bündnis 90/Die Grünen) für das Amt des Rathauschefs in Rauschenberg.

Als letzter hatte außerdem der frühere Amöneburger Bürgermeister Anders Arendt (parteilos) sein Interesse bekundet. Seine Unterlagen samt der nötigen Zahl Unterstützungsunterschriften hatte er Ende vergangener Woche bei der Stadtverwaltung eingereicht (die OP berichtete). Sein Hauptziel sei es, eine Fusion von Rauschenberg und Wohratal anzustreben, erklärte er gestern gegenüber dieser Zeitung. Grund seien die Finanzlage und Größe beider Kommunen. Der gebürtige Mardorfer hat inzwischen einige Routine in Sachen Bürgermeisterwahlkampf entwickelt. Die Rauschenberger Wahl ist seine insgesamt fünfte. Zuletzt hatte sich der 38 Jahre alte Arendt erfolglos in Bad Salzschlirf beworben.

Dort holte er als zweiter Bewerber gegen Wahlsieger Mathias Kübel (CDU) 17,1 Prozent der Stimmen. Das dortige Gemeindeparlament hat zwischenzeitlich einen Einspruch Arendts gegen die Gültigkeit der Wahl einstimmig zurückgewiesen.

Außer Arendt verfügt nur noch ein Kandidat über Wahlerfahrung. Michael Vaupel trat bereits bei der Bürgermeisterwahl im Jahr 1994 an. Er engagiert sich seit 23 Jahren in der Rauschenberger Kommunalpolitik. Vaupel gehört dem Magistrat der Stadt Rauschenberg seit mehr als zwei Jahrzehnten an. Der Pädagoge ist Leiter der Mittelpunktschule Wohratal.

Michael Emmerich hat sich als Ortsvorsteher von Josbach und auch als CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament politisch einen Namen in Rauschenberg gemacht. Der 43-Jährige ist Leiter des Hauptamtes in der Gemeinde Münchhausen.

Für die SPD kandidiert der Kirchhainer Markus Heeb. Der ebenfalls 43 Jahre alt Heeb arbeitet zurzeit als Hauptamtsleiter bei der Gemeinde Beselich. Seit 1998 gehört er der SPD an. Aufgrund seiner Verwaltungsposition hatte Heeb bisher noch keine politischen Mandate. Er wuchs in Burgholz auf.

Bei den Fristen und Terminen gibt es zwischen Rauschenberg und Wohratal, wo ebenfalls am 7. Oktober gewählt wird, keine Unterschiede. Ab dem 27. August werden die Wahlscheine verschickt. Erst der Wahlausschuss entscheidet über die Zulassung der Kandidaten zur Wahl. Er tagt am 10. August.

In Rauschenberg werden voraussichtlich knapp 3600 Bürger wahlberechtigt sein. Sollte keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die 50-Prozent-Marke überschreiten, so wäre eine Stichwahl erforderlich. Angesichts der Herbstferien hatte das Stadtparlament den Termin dafür erst auf den 28. Oktober festgelegt.

Bürgermeister Manfred Barths (parteilos) Amtszeit endet am 30. März nächsten Jahres nach 18 Jahren.

von Michael Rinde

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