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Viele Händler fürchten um ihre Zukunft

Stadtallendorf Viele Händler fürchten um ihre Zukunft

Stadtallendorfer Einzelhändler zeichnen im Gespräch mit der Oberhessischen Presse ein düsteres Bild ihrer Situation, die sich weiter verschlechtern wird, wenn Tegut seine Filiale schließt

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Der Stadtmitte drohen weitere Leerstände und die Marktsstraße bleibt leer. Dies befürchtet die Werbegemeinschaft „Stadtallendorf aktiv“.

Quelle: Tobias Hirsch

Stadtallendorf. Ulrike Fritsch, Inhaberin vom Modehaus Maus in der Marktstraße, findet deutliche Worte zur wirtschaftlichen Situation ihres Unternehmens: „Wäre das Gebäude nicht mein Eigentum, gäbe es das Modehaus Maus schon nicht mehr.“ Inzwischen liegt die Zeit der Baustellen, die die Stadtmitte abschnitten, schon einige Monate zurück. Die Kunden sind aber nicht oder nur zu einem Teil in die Stadtmitte zurückkehrt, so die Einschätzung vieler Einzelhändler beim Blick in ihre Kassen und Bilanzen.

Ein zentraler Punkt, an dem Händler ihre Probleme festmachen, sind die weggefallenen Kurzzeitparkplätze. Auf deren Fläche entsteht derzeit die geplante Ladengalerie. Seit etwa 14 Tagen gibt es wieder Bewegung auf der Baustelle. Doch die Händler merken den Wegfall dieser Parkplätze bereits seit Dezember, als die Bodenplatte gegossen wurde.

Ein neuer Rückschlag: Zum Jahresende verlässt das Handelsunternehmen Tegut die Stadtmitte. Tegut begründet die Auflösung des Mietvertrags mit dem massiven Ausbleiben von Kunden und dem Wegfall der Kurzzeitparkplätze. Damit droht ein weiterer, mehr als 2 000 Quadratmeter großer Leerstand im Herzen der Stadt, in direkter Nachbarschaft zum ebenfalls seit Dezember 2008 leerem früheren Baumarkt. Über dessen Zukunft liegt ebenso ein großes Fragezeichen. Die Positionen von Gebäudeinhaber Horst Ickert und der Stadt liegen derzeit meilenweit auseinander.

Aus Sicht von Peter Zein ist die Lage vieler Einzelhändler inzwischen dramatisch, weitere Zeitverluste dürfe es nicht mehr geben. „Es geht für viele von uns nicht mehr um Monate, sondern um Wochen oder gar Tage“, sagt Zein. Er wie auch Ulrike Fritsch sind Mitglieder im Vorstand der Werbegemeinschaft „Stadtallendorf aktiv“.

von Michael Rinde

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