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Ostkreis Videokameras sind „letztes Mittel“
Landkreis Ostkreis Videokameras sind „letztes Mittel“
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20:08 23.02.2010
Immer wieder kommt es zu Schmierereien im Annapark, die die Stadt aufwändig entfernen lassen muss. Quelle: Hirsch

Kirchhain. Schmierereien im Annapark und rund um das Bahnhofsgebäude, Jugendliche, die Passanten anpöbeln oder beleidigen, Bänke beschädigen oder Autos demolieren. Solche Szenen gehörten bis zum jüngsten Wintereinbruch immer wieder zum Tagesgeschäft der Polizei und der Ordnungsbehörden der Stadt Kirchhain. Ruhestörungen, Hausfriedensbrüche, Diebstähle, Raub und Sachbeschädigungen wurden registriert. 50 bis 70 bekannte Straftaten ereigneten sich im vergangenen Jahr allein im Bahnhofsumfeld. Das entspricht etwa sieben bis zehn Prozent aller Straftaten im Kirchhainer Stadtgebiet.

Im Herbst gelang es den Ordnungsbehörden der Stadt und der Polizei in gemeinsamen Aktionen, die Täter einzugrenzen. Nach derzeitigem Stand handelte es sich um eine feste Gruppe Jugendlicher, die zum Teil aus Kirchhain, aber auch aus anderen umliegenden Städten und Gemeinden stammen. „Wir haben sie aus der Anonymität herausgeholt und ihre Personalien festgestellt“, sagt Gordon Schneider, Fachbereichsleiter „Sicherheit und Ordnung“ in der Stadtverwaltung. Probleme gab es auch in der Schalterhalle einer Bank in der Bahnhofstraße. Dort bewährte sich die Videoüberwachung des Kreditinstituts. Dadurch ließ sich die Identität weiterer Jugendlicher klären.
Der Winter ist ein weiterer Grund dafür, dass sich die Situation in den vergangenen Wochen beruhigt hat. Im Moment gibt es keinerlei Bürgerbeschwerden. Wie sich die Situation entwickelt, wenn die Temperaturen steigen, lässt sich noch nicht absehen.

Auch die Stadtjugendpflege ist in die Bewältigung des Problems seit Monaten mit eingebunden. Bürgermeister Jochen Kirchner setzt vor allem auf aufsuchende Jugendarbeit.

von Michael Rinde

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