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Mehr Hilfen in der Not

Stadtpass Mehr Hilfen in der Not

Seit Februar 2017 gibt es in Stadtallendorf den Stadtpass. Mit ihm erhalten Bürger, die Sozial­leistungen beziehen, bisher nur im Hallen- und im 
Freibad Vergünstigungen bei den Eintrittspreisen.

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Anlässlich der Eröffnung des Hallenbades „Alldomare“ wurde der Stadtpass für Menschen mit geringem Einkommen eingeführt.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Schon bei der Einführung des Stadtpasses bestand Einigkeit im Stadtparlament, dass sich seine Gültigkeit nicht nur auf die Eintrittspreise im Hallenbad „Alldomare“ oder im Freibad Stadtallendorf beschränken soll. Den Stadtpass erhalten Bürger, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II, dem SGB XII, dem Grundsicherungsgesetz oder dem Paragrafen 6a des Bundeskindergeldgesetzes (dem Kinderzuschlag) erhalten. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, trotz geringen Einkommens an Leistungen der Stadt teilzuhaben. So das Ziel.

Im Hallenbad Alldomare zahlen Stadtpass-Inhaber beispielsweise statt 3,50 Euro für zwei Stunden Badbesuch nur 2 Euro. Kinder und Jugendliche zahlen im Alter zwischen 6 und 17 Jahren statt 2,50 Euro bei einem Stadtpass für zwei Stunden im Bad 1,50 Euro.

Auf Antrag der SPD wird die Verwaltung nun prüfen, bei welchen Angeboten der Stadt dieser Stadtpass zukünftig noch zum Einsatz kommen könnte. Bis zur Parlamentssitzung am 3. Mai soll dazu ein Vorschlag vorliegen, so der einstimmige Beschluss der Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung. Außerdem soll die Stadt jetzt prüfen, ob sich der Kreis der Stadtpass-Berechtigten erweitern ließe. In ihrem Antrag nennt die SPD das Kommunale Kino, den öffentlichen Nahverkehr oder die Nutzungsgebühren der Stadtbücherei als Beispiele für neue Stadtpass-Einsatzmöglichkeiten.

März warnt vor den Kosten

Sigrid Waldheim (SPD) brachte es in ihrer Antragsbegründung auf den Punkt: „Wir möchten nicht stehenbleiben.“ Maria März von der CDU erinnerte daran, dass es bereits Konsens im Parlament gewesen sei, das Angebot zu erweitern. Kulturelle Angebote seien beispielsweise im Alltag eine wichtige Säule. Sie warnte aber auch vor einem Szenario, das auch in Stadtallendorf nicht ausgeschlossen ist: ein unausgeglichener Haushalt.

Dann müssten alle freiwilligen Leistungen der Stadt überprüft werden, auch der Stadtpass. Eine Ausweitung des berechtigten Personenkreises für den Stadtpass müsse generell gut überlegt werden, so März.

Nach Angaben der Stadtwerke vom vergangenen Februar wurden im Jahr 2017 insgesamt 72 Stadtpässe von der Verwaltung ausgestellt. 20 Kinder nutzten den Stadtpass. Er muss bisher jährlich neu beantragt werden.

von Michael Rinde

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