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Ostkreis Verkehr wechselt nach Ostern die Seite
Landkreis Ostkreis Verkehr wechselt nach Ostern die Seite
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22:00 04.03.2013
Die Durchfahrt durch das Kreisverkehrsbauwerk und über die Rampe „Wetzlarer Straße“ erfolgt nach dem Osterfest. Unten: Deutlich mehr Regenabläufe als sonst üblich sollen für eine gute Entwässerung der Gefällstrecken sorgen. Der Lärrmschutzwall wurde an ei
Stadtallendorf

Die Senkkästen stehen aufgereiht wie die Zinnsoldaten am Rande einer Betonmauer. Ein Kran hebt eines der Vorschalelemente, die auch dem Lärmschutz dienen, auf seinen Platz vor einer Wand. Minusgrade sind bei den Arbeiten, die das Bauunternehmen zurzeit an der Bundesstraße 454 erledigt, kein Hinderungsgrund. „Es gab in diesem Winter nur wenige Tage, wo garnichts ging“, sagt Bernd Weber von Hessen Mobil (früher Amt für Straßen- und Verkehrswesen)beim Baustellenrundgang.

Auf einen Fertigstellungstermin will sich bei Hessen Mobil immer noch niemand festlegen lassen. Sprecherin Sonja Lecher geht weiterhin davon aus, dass die B 454 nach rund zwei Jahren Bauzeit „im späten Frühjahr fertig werden wird.“

Schuld an den bewusst unverbindlich gehaltenen Aussagen zum Termin ist das Wetter. Denn Dauerregen im April beispielsweise oder starke Schneefälle in den nächsten Wochen könnten gegen Ende doch noch alle Zeitpläne über den Haufen werfen. Als nächste große Etappe stehen die Asphaltierungsarbeiten auf der aus Richtung Kirchhain gesehen rechten Baustellenseite an. Hessen Mobil und die Baufirma Herzog planen sie für Ende März. Etwa 14 Tage sollen sie dauern. Danach ändert sich ein letztes Mal die Verkehrsführung in der Baustelle. Laut Sonja Lecher und Bernd Weber ist vorgesehen, dass der Verkehr aus Fahrtrichtung Neustadt dann durch die neu entstandene Unterführung geführt wird. Wer aus Richtung Kirchhain durch die Großbaustelle muss, wird über die schon deutlich sichtbare Rampe geführt. Sie dient in Zukunft für die Abbieger in die Wetzlarer Straße.

In der vergangenen Woche fielen Erdarbeiten am Lärmschutzwall in Fahrtrichtung Kirchhain auf. Der Erdwall war an dieser Stelle leicht in Bewegung geraten. „Wir haben Ausbeulungen entfernt und eine Steinschicht eingearbeitet, um dem Hang mehr Halt zu geben“, erläutert Weber. Eine Gefahr sei von den Hangbewegungen nicht ausgegangen.

Weiterer „Tag der offenen Baustelle“

Auffällig ist die augenscheinlich hohe Zahl an Regenablaufschächten, auch Senkkästen genannt, die nun Zug um Zug eingesetzt werden. Alle sieben bis acht Meter ist ein solcher Senkkasten auf den Gefällstrecken vorgesehen. Im Regelfall liegt der Abstand zwischen einzelnen Abläufen bei 15 Metern. Damit soll die Entwässerung der Senke optimiert werden. Senke und Betonbauwerke werden über einen bereits fertigen neuen Kanal über die Wetzlarer Straße entwässert. Die Entwässerung ist auf Regenmengen ausgelegt, wie sie statistisch gesehen nur alle 50 Jahre vorkommen.

Voraussichtlich gleich nach Ende der Asphaltierungsarbeiten plant Hessen Mobil einen weiteren „Tag der offenen Baustelle“. Besucher haben dann Gelegenheit, unter fachkundiger Führung die Baustelle zu erkunden. Der endgültige Termin wird noch bekannt gegeben.

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