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Ostkreis „Ureigenes Volksfest" geht fröhlich zu Ende
Landkreis Ostkreis „Ureigenes Volksfest" geht fröhlich zu Ende
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19:24 31.08.2009
Viel zu lachen hatten die Besucher des Frühschoppens zum Abschluss des 138. Kirchweihfestes. Quelle: Björn Wisker

Amöneburg. Am Montag fand das „Berger-Kirchweihfest“ seinen traditionellen Abschluss mit einem geselligen Frühschoppen. Nach und nach tröpfelten Jung und Alt in das orange-grün geschmückte Zelt auf dem Hochplateau. Die Kolpingfamilie begrüßte die ersten Gäste mit Trompeten und Posaunen, mit Walzer und Slowfox.

„Das ganze Fest ist eine gute, klassische Tradition und ich vermerke es mir immer im Kalender“, verriet der 68-jährige Karl Gottschlich. Seit 1963 findet das Kirchweihfest seinen Ausklang im Montagsfrühschoppen. „Die volkstümliche Gestaltung kommt bei den Leuten an“, sagte Ursula Battenberg, die angab, keines der letzten zehn Feste verpasst zu haben.

Ein Schmankerl hielten die Organisatoren am Eingang bereit. Denn dort durfte jeder Gast ein Gläschen „Berger Lupcher“ probieren. „Wir wollten eine kleine Besonderheit bieten“, sagte Norbert Heiland, Vorsitzender der Amöneburger Vereinsgemeinschaft. Beim Lupcher, das vom hochdeutschen Wort „Luft“ abstammt, handele es sich um die altdeutsche Bezeichnung der Amöneburger, da sie „nah an der Luft wohnen“, wie Heiland erläuterte.

Die Mischung aus rotem und weißem Kümmel kam gut an. „Ist ja auch ein Qualitätsjahrgang“, scherzte Heiland über das Etikett des hochprozentigen Drinks mit dem Aufdruck „Sonderabfüllung 1904“. Dutzendfach musste er mit seinen Organisationskollegen die Tabletts mit den kleinen Gläsern neu befüllen, da sich bis zum Abend über 1 000 Gäste im Zelt tummelten. „Für uns Amöneburger ist das hier das ureigene Volksfest“, berichtete Heiland.

Jedoch fanden sich nicht nur Einheimische auf dem Festgelände. Etwas schüchtern, aber mit neugierigen Blicken verfolgte eine Touristengruppe aus dem niederländischen Rotterdam das Geschehen. „Uns gab ein Wirt in Gladenbach den Tipp, auf diesen Berg zu fahren, weil wir Holländer ja nur das flache Land kennen“, spaßte Familienvater Jaap van den Lengte. Zusammen mit Frau, Tochter und einem befreundeten Ehepaar erkundete er die Stadt und kehrte dann auf „ein paar gute, deutsche Biere“ im Zelt ein. „Und ja, auf uns trifft das Klischee zu, denn wir sind mit dem Fahrrad hier“, rief er breit grinsend hinterher. Die mehr oder weniger exotischen Gäste verschwanden schnell in der Menge, unter denen sich viele Gäste aus Vereinen, Wehren und Gemeindeverwaltungen der Umgebung befanden.

Bereits am Sonntag war der Familiennachmittag prächtig verlaufen. Davor hatte das Platzkonzert der Roßdorfer Musikanten auf dem Marktplatz für einen Farbtupfer gesorgt. Die Sonne lachte, die außenliegenden Plätze in den Gaststätten und Cafes waren alle besetzt und viele Besucher standen oder saßen auf Mauern rund um den Platz. Sie suchten die schattenspendenden Bäume auf und lauschten den mitreißenden Klängen der Musikkapelle aus Roßdorf.

Ob Marschmusik, Polkas, Walzer oder Filmmusiken – die Roßdorfer beherrschen unter ihrem Leiter Christoph Aschenbach ein weites Spektrum an Musikrichtungen. Jung und Alt ergänzen sich bei den Roßdorfer Musikanten zu einem harmonischen Klangkörper. Ebenso harmonisch sind die Gesangseinlagen des Dirigenten Christoph Aschenbach im Duett mit der Klarinettistin Christina Rhiel.Die Vereinsgemeinschaft hatte zum 138. Kirchweihfest ein buntes und vielfältiges Programm auf die Beine gestellt, das im nächsten Jahr sicher eine Wiederholung findet.

von Björn Wisker und Klaus Böttcher

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